Herculaneum, italienisch Ercolano, liegt am westlichen Fuß des Vesuvs am Golf von Neapel. Wie Pompeji wurde die Stadt beim Ausbruch im Jahr 79 verschüttet — anders als Pompeji nicht durch Ascheregen, sondern durch eine Folge von pyroklastischen Strömen, die das Stadtgebiet unter rund 20 Metern erhitzter Asche und Schlamm versiegelten. Diese dichte Decke hat organisches Material konserviert: Holzbalken, Türen, Möbel, Lebensmittelreste, ja sogar Schriftrollen aus der Villa dei Papiri.
Was Herculaneum besonders macht
Das ausgegrabene Areal ist mit rund vier Hektar deutlich kleiner als Pompeji, aber zugänglicher — drei bis vier Stunden reichen aus. Die Häuser stehen oft noch zweistöckig, Wandmalereien und Mosaiken zeigen erstaunlich frische Farben. Sehenswert sind das Haus des Neptun- und Amphitrite-Mosaiks, das Haus mit dem mosaizierten Atrium, die antiken Thermen und die Bootshäuser am früheren Strand, in denen über 300 Skelette von Flüchtenden gefunden wurden.
Anreise
Mit der Circumvesuviana oder dem Regionalzug von Neapel oder Sorrent zur Station Ercolano Scavi, von dort rund zehn Minuten zu Fuß bergab zum Eingang. Von Salerno mit dem Regionalzug bis Neapel und dort umsteigen — zusammen etwa 70 bis 90 Minuten.


