Fast alle Wege an die Amalfiküste führen über Neapel. Der Flughafen Neapel-Capodichino (NAP) liegt nur 4 km vom Stadtzentrum entfernt und wird aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mehrmals täglich direkt angeflogen. Der kleine Flughafen Salerno-Costa d'Amalfi (QSR) ist seit Juli 2024 in Betrieb, spielt 2026 aber nur eine Nebenrolle — aus dem deutschsprachigen Raum gibt es einzig ab Wien einen Direktflug.
Flughafen Neapel (NAP): der Standardweg
Vom Flughafen fährt der Alibus (ANM) zum Hauptbahnhof Napoli Centrale und weiter zum Fährhafen Molo Beverello: 5 €, alle 15 – 25 Minuten, ca. 25 Minuten bis zum Bahnhof (Stand: Juli 2026). Tickets gibt es am Automaten, in der Tabaccheria, per App (ANM Go) oder beim Fahrer. Vom Hauptbahnhof fahren Regionalzüge (Trenitalia) nach Salerno in 35 – 50 Minuten ab ca. 4,60 €; Frecciarossa und Italo schaffen die Strecke in 35 – 40 Minuten, kosten aber mehr.
Flughafen Salerno (QSR): nur wenige Routen
Der Flughafen Salerno-Costa d'Amalfi liegt rund 20 km südöstlich der Stadt in Pontecagnano. Nach einem ambitionierten Start haben mehrere Airlines ihre Strecken wieder gestrichen. Im Sommer 2026 fliegen nur noch Ryanair (Mailand-Bergamo, Wien, London Stansted, Brüssel-Charleroi) und Volotea (Lyon, Nantes); easyJet hat die Route nach Mailand-Malpensa im April 2026 eingestellt (Stand: Juli 2026). Für Reisende aus Österreich ist die Ryanair-Verbindung ab Wien (zweimal pro Woche) interessant. In die Stadt bringt einen der Shuttle Salerno Airlink von Busitalia: direkt zum Bahnhof Salerno, 5 €, ca. 40 Minuten, Abfahrten an die Flugzeiten angepasst.
Mit der Bahn: schnell bis Salerno
Salerno hat einen eigenen Halt im Hochgeschwindigkeitsnetz — man muss nicht in Neapel umsteigen. Frecciarossa und Italo fahren Rom – Salerno in ca. 1:35 – 1:50 Stunden (über 15 Direktverbindungen täglich), Mailand – Salerno dauert direkt knapp 5 – 5,5 Stunden. Sparpreise ab Rom beginnen bei rund 15 €, kurzfristig gebucht wird es deutlich teurer (Stand: Juli 2026). Gepäck fährt ohne Aufpreis mit. Aus München und Wien bietet sich der ÖBB Nightjet nach Rom an, von dort weiter mit dem Schnellzug; aus Norditalien fährt zudem ein Intercity Notte über Nacht bis Salerno.
Salerno als Drehscheibe
Vom Bahnhof Salerno sind es rund fünf Minuten zu Fuß zum Fähranleger an der Piazza della Concordia. Von April bis Oktober fahren Fähren nach Amalfi und Positano — die entspannteste Art, an die Küste zu kommen. Ganzjährig verkehren die SITA-Busse entlang der Küstenstraße, und Regionalzüge fahren weiter nach Paestum und in den Cilento.
Über Sorrent an die Nordseite
Wer in Positano oder Praiano wohnt, kann auch über Sorrent anreisen. Die Circumvesuviana (EAV) fährt von Napoli Centrale (Untergeschoss, Bahnhof Garibaldi) in ca. 75 Minuten nach Sorrent, Ticket 5 € (Stand: Juli 2026), mit Halt u. a. in Pompeji. Die Züge sind alt, oft voll und ohne Gepäckflächen — der Campania Express auf derselben Strecke kostet mehr, fährt aber mit reservierten Sitzplätzen. Direkte Fähren von Neapel nach Positano und Amalfi verkehren nur von April bis Oktober; im Winter bleibt die Landverbindung über Salerno oder Sorrent.
Mit dem Fernbus
FlixBus fährt mehrmals täglich Rom – Salerno in ca. 3,5 Stunden sowie Neapel – Salerno in ca. 50 Minuten. Halt ist an der Piazza della Concordia, wenige Gehminuten von Bahnhof und Fähranleger entfernt. Der Bus ist meist günstiger als der Zug, aber langsamer und staugefährdet — als Sparoption für flexible Reisende brauchbar.
Mit dem Auto
Die Autobahn A3 verbindet Neapel und Salerno. An die Amalfiküste führt die berühmte SS163 Amalfitana — eng, kurvenreich, im Sommer dauerhaft verstopft. Wer kein Auto braucht (z. B. weil das Hotel zentral liegt), sollte von Anfang an darauf verzichten. Parken kostet in den Küstendörfern meist 3 – 8 € pro Stunde, freie Plätze sind im Hochsommer Glückssache. Mehr dazu im Artikel Mietwagen.








