Die Amalfiküste ist ein Ganzjahresziel für Tagesausflüge aus Neapel oder Salerno, ein sinnvolles Reiseziel jedoch nur zwischen Mitte April und Ende Oktober. Die Saison teilt sich in drei klar erkennbare Phasen: ruhige Schultersaison, überlaufene Hauptsaison und mildes Spätjahr.
Schultersaison: Mai, Juni, September
Die mit Abstand angenehmste Zeit. Tagestemperaturen liegen bei 22 – 28 °C, das Meer erreicht im Juni rund 22 °C, im September nochmal 24 °C. Restaurants haben offen, Fähren fahren regelmäßig, aber der Andrang ist deutlich geringer als im Hochsommer. Hotels kosten 30 – 40 % weniger als im August.
Hauptsaison: Juli und August
Heiß (oft über 32 °C), voll und teuer. Die SS163 ist täglich verstopft, Positano und Amalfi sind tagsüber kaum begehbar, und Restaurants verlangen Hochsaisonpreise. Wer im August reisen muss, sollte früh buchen, sich auf Wartezeiten einstellen und zentrale Übernachtungen wählen, um Tagesausflugswellen zu umgehen.
Nebensaison: April und Oktober
Tagsüber 18 – 22 °C, das Meer noch oder schon kühl (16 – 20 °C). Viele Restaurants und Strandbäder sind geschlossen, Fährverbindungen reduziert. Für Wanderungen (Sentiero degli Dei, Valle delle Ferriere) und Kulturreisen ideal — fürs Baden nur bedingt.
Winter: November bis März
Mild (10 – 15 °C), oft regnerisch, viele Hotels und Restaurants in den Küstendörfern geschlossen. Salerno als Stadt funktioniert ganzjährig, die Küstendörfer wirken im Winter teils verlassen. Für einen reinen Städteaufenthalt mit Tagesausflug nach Paestum oder Pompeji kann das durchaus reizvoll sein — Kulturstätten sind dann fast leer.




