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Schmaler Wanderweg Sentiero degli Dei hoch über der Amalfiküste mit Blick aufs Meer
KI-generierte Illustration
Sehenswürdigkeit · Wanderweg

Sentiero degli Dei (Götterpfad)

Der bekannteste Wanderweg der Amalfiküste — rund 6,5 Kilometer hoch oberhalb der Steilküste, mit Blick auf Capri, Positano und das Tyrrhenische Meer.

Der Sentiero degli Dei — wörtlich „Pfad der Götter“ — verläuft zwischen rund 450 und 650 Metern Höhe oberhalb der Amalfiküste, von Bomerano (einem Ortsteil von Agerola) bis zum Bergdorf Nocelle oberhalb von Positano. Rund 6,5 Kilometer als CAI-Weg 327 markiert, überwiegend mit leichtem Gefälle — und immer wieder freie Ausblicke auf Capri und die Faraglioni.

Die klassische Richtung

Die meisten gehen Bomerano → Nocelle: Der Startpunkt liegt gut 190 Meter höher als das Ziel, es geht also mehr bergab als bergauf. Mit dem SITA-Bus (Linie 5080) von Amalfi nach Bomerano fahren, dort ab der Piazza Paolo Capasso den Schildern folgen. In Nocelle endet der Pfad — von dort führen je nach Zählung 1.500 bis 1.700 Stufen über Arienzo hinunter nach Positano, alternativ ein lokaler Bus. Reine Gehzeit bis Nocelle rund 3 Stunden, mit Abstieg und Pausen eher ein halber Tag.

Zugang: frei und ohne Anmeldung (Stand: Juli 2026)

Immer wieder kursieren Meldungen über Eintritt, Registrierung oder ein Besucherlimit für den Sentiero degli Dei. Stand Juli 2026 gilt: Der Weg ist frei zugänglich, kostenlos und ohne Anmeldung begehbar. Die Gemeinden Agerola und Positano diskutieren zwar seit Jahren über ein gemeinsames Besuchermanagement, weil der Andrang stark gewachsen ist — beschlossen ist bislang nichts. Gesperrt wird der Pfad nur vorübergehend, etwa nach Waldbränden oder Erdrutschen. Wer außerhalb der Hauptsaison kommt oder früh startet, hat den Weg über weite Strecken für sich.

Variante über Praiano

Eine kürzere Alternative startet in Praiano: über das Convento di San Domenico aufsteigen und auf halber Höhe in den Sentiero einsteigen. Dann nach Nocelle weitergehen oder zurück nach Praiano absteigen. Etwas mehr Anstieg, dafür ohne Bus.

Was man unterwegs sieht

Der Pfad führt durch eine alte Kulturlandschaft: aufgegebene Hirtenunterstände aus Trockenstein, Reste von Köhlerplätzen, Terrassen mit Olivenbäumen und Weinreben. An mehreren Stellen öffnet sich der Blick frei zum Meer hinunter — an klaren Tagen sieht man bis Capri und zur Punta Campanella. Die markanteste Stelle ist die Grotta del Biscotto, ein überhängender Felsen mit Höhlen, in denen früher Hirten übernachteten.

Anreise und Rückweg

Hin: SITA-Bus Linie 5080 von Amalfi Richtung Agerola bis Bomerano (ca. 30 Min, etwa stündlich). Tickets vorab im Tabacchi kaufen — mehr dazu im Beitrag zu den SITA-Bussen. Zurück aus Positano: Bus oder Fähre nach Amalfi bzw. Salerno. Am späten Nachmittag sind Busse und Haltestellen oft überfüllt und der Takt dünnt abends aus — den Rückfahrplan vor dem Start prüfen, besonders außerhalb der Saison. Wer mit dem Auto nach Bomerano fährt, muss für den Rückweg ohnehin den Bus einplanen.

Liegt in
Praiano

Ruhige Alternative zu Positano: Praiano liegt zwischen Positano und Amalfi, blickt nach Westen — und sieht als einer der wenigen Orte der Küste die Sonne im Meer versinken.