
Sehenswürdigkeiten an der Amalfiküste
Antike Tempel, mittelalterliche Dome, Villengärten mit Meerblick, Wanderwege durch die Berge — 15 Ziele in der Region, ehrlich eingeordnet.
Die Sehenswürdigkeiten der Region reichen über zweieinhalb Jahrtausende: griechische Tempel in Paestum und die Philosophenstadt Velia, mittelalterliche Dome in Amalfi und Salerno, die Villengärten von Rufolo und Cimbrone in Ravello, dazu der Höhenweg Sentiero degli Dei, der Fjord von Furore und die Grotta dello Smeraldo. Zu jedem Ziel steht dabei, was es zu sehen gibt — und was man für den Besuch wissen sollte.
Alle Einträge: Sehenswürdigkeiten an der Amalfiküste

Dom von Amalfi (Sant'Andrea)
62 Stufen führen von der Piazza Duomo zur gestreiften Fassade von 1891; dahinter liegen Bronzetür aus Konstantinopel, Barockschiff, Andreas-Krypta und Kreuzgang. Komplex 4 €, 7. Januar bis Ende Februar geschlossen.

Chiostro del Paradiso (Amalfi)
Kreuzgang von 1266–1268 direkt am Dom von Amalfi: 120 schlanke Säulen tragen verflochtene Spitzbögen, gebaut als Friedhof für den Stadtadel der Seerepublik. Zugang nur mit dem Ticket für den Domkomplex (4 €, Stand: September 2026).

Villa Rufolo (Ravello)
Arabisch-normannischer Palazzo aus dem 13. Jahrhundert direkt an der Piazza Duomo von Ravello: Terrassengarten, 30 Meter hoher Turm mit Museum und seit 1953 Bühne der Ravello-Konzerte. Eintritt 8 € (Stand: September 2026).

Villa Cimbrone (Ravello)
Englisch geprägter Garten rund 350 Meter über dem Golf von Salerno, mit der Terrazza dell'Infinito, dem wohl meistfotografierten Aussichtspunkt der Amalfiküste. Eintritt 10 €, 10–15 Minuten zu Fuß vom Domplatz in Ravello.

Santa Maria Assunta (Positano)
Die Pfarrkirche mit der gelb-grün-blauen Majolika-Kuppel steht mitten im Häuserhang Positanos, direkt über der Spiaggia Grande. Innen die byzantinische Schwarze Madonna, zehn Meter darunter eine römische Villa mit Fresken (MAR).

Dom von Salerno (San Matteo)
Normannische Kathedrale von 1084 mit einem Vorhof aus 28 antiken Säulen, zwei Mosaik-Ambonen und der barocken Krypta des Apostels Matthäus. Seit 2023 kostet die Besichtigung Eintritt, zum Beten bleibt der Zutritt frei.

Castello di Arechi (Salerno)
Mittelalterliche Festung rund 300 Meter über Salerno: kleines Museum, Aufzug zum Belvedere und der weiteste Blick über den Golf, von der Amalfiküste bis zum Cilento. Eintritt 6 €, montags geschlossen (Stand: September 2026).

Lungomare Trieste (Salerno)
Rund 1,5 Kilometer Palmenallee zwischen der Piazza della Libertà und den Fähranlegern an der Piazza della Concordia: komplett eben, autofrei und abends Bühne der Passeggiata von Salerno.

Tempel von Paestum
Drei dorische Tempel auf offener Ebene, dazu das Museum mit dem Grab des Tauchers: Für Gelände und Museum sollte man drei bis vier Stunden einplanen; das Ticket kostet 15 € und gilt drei Tage (Stand: September 2026).

Velia (Elea): Antike Stadt der Philosophen im Cilento
Die griechische Stadt Elea, Heimat von Parmenides und Zenon, liegt heute als Ausgrabung über dem Golf von Ascea: Unterstadt mit Thermen, der Bogen der Porta Rosa und eine Akropolis mit Theater und Turm. Für den kompletten Rundgang rechnet man zwei bis drei Stunden; das Ticket ist dasselbe wie für Paestum (Stand: September 2026).

Sentiero degli Dei (Götterpfad)
Der bekannteste Wanderweg der Amalfiküste: rund 7,8 Kilometer von Bomerano (Agerola) nach Nocelle oberhalb von Positano, überwiegend bergab, ohne Schatten und mit freiem Blick auf Capri. Zugang frei, keine Anmeldung nötig (Stand: September 2026).

Fiordo di Furore
Enge Kalksteinschlucht unter der rund 30 Meter hohen Bogenbrücke der SS163, geologisch kein Fjord, sondern ein vom Schiato-Bach gegrabener und vom Meer gefluteter Taleinschnitt. Unten liegen ein 25-Meter-Strand und die Monazzeni der Fischer.

Grotta dello Smeraldo
Halb geflutete Karsthöhle bei Conca dei Marini, rund fünf Kilometer westlich von Amalfi: Sonnenlicht fällt durch eine Unterwasseröffnung ein und färbt das Wasser smaragdgrün. Eintritt ca. 10 €, Ruderbootrunde 15–20 Minuten, Zugang per Aufzug von der SS163 oder per Boot ab Amalfi.

Valle dei Mulini (Amalfi)
Schattige Schluchtwanderung ab Amalfi auf dem CAI-Weg 325: 3,2 km und rund 300 Höhenmeter bergauf, vorbei an Papiermühlen-Ruinen und Wasserfällen bis zum Naturreservat Valle delle Ferriere. Der Weg ist frei, die Kernzone nur mit Reservierung, Ticket und Begleitung.

Museo della Carta (Amalfi)
Papiermuseum in einer echten Papiermühle aus dem 13. Jahrhundert: Wasserrad, Hammerwerk und Bütte laufen noch, und bei der Führung schöpft jeder Besucher einen eigenen Bogen Amalfi-Papier.