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Blick von der Terrasse der Villa Cimbrone in Ravello über die Amalfiküste
Ort · Amalfiküste

Ravello

Ruhiger Ort hoch über der Küste — bekannt für zwei spektakuläre Villen, klassische Konzerte und einen Blick, der Wagner und Gore Vidal hierher zog.

Während sich am Meer die Touristenmassen drängen, liegt Ravello 365 Meter höher auf einem Bergrücken zwischen den Tälern von Dragone und Reginna. Der Ort ist klein, ruhig und bewusst kein Strandziel — wer hierher kommt, kommt für die Aussicht, die beiden Villen und die Konzerte. Ravello hat seit dem 19. Jahrhundert eine eigene Klientel: Komponisten, Schriftsteller, Maler. Wagner schrieb hier den zweiten Akt des Parsifal, Gore Vidal lebte 30 Jahre nebenan.

Villa Rufolo

Direkt am zentralen Platz, dem Piazza Duomo, liegt der Eingang zur Villa Rufolo. Eine arabisch-normannische Anlage aus dem 13. Jahrhundert mit Türmen, Innenhöfen und einem Garten, dessen Terrasse zum berühmtesten Konzertort Italiens geworden ist. Das Bühnendeck schwebt frei über dem Abgrund — bei Sonnenuntergang ist die Kulisse mehr als das Konzert. Eintritt ca. 8 €, das Ravello Festival läuft Juli bis Mitte September.

Villa Cimbrone

Vom Hauptplatz zehn Gehminuten durch enge Gassen erreicht man die Villa Cimbrone. Eine englische Restaurierung aus dem frühen 20. Jahrhundert mit weitläufigen Gärten und der berühmten Terrazza dell'Infinito — einer Balustrade mit antiken Marmorbüsten, die direkt über der Küste hängt. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis Paestum. Eintritt ca. 10 €.

Anreise

Mit dem SITA-Bus aus Amalfi vom Hafen aus etwa alle 30 Minuten, Fahrtzeit 25 Minuten über eine kurvige, aber gut befahrbare Bergstraße. Mit dem Auto möglich, aber Parkplätze in Ravello sind extrem rar — am Ortseingang stehen drei kostenpflichtige Garagen, oft ausgebucht.