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Langer, breiter Strand von Maiori aus Sand und Kies mit Bergen der Amalfiküste im Hintergrund
KI-generierte Illustration
Strand · Amalfiküste

Strand von Maiori

Längster Strand der Amalfiküste: rund 930 Meter dunkler Sand und Kies, dahinter eine ebene Promenade. Stufenfrei erreichbar per Fähre, SITA-Bus und Auto, mit freien Abschnitten an beiden Enden.

  • Sand
  • familienfreundlich
  • wenig Schatten

Mit rund 930 Metern Länge und bis zu 40 Metern Breite ist der Strand von Maiori der längste der Amalfiküste: eine ungewöhnlich breite, ebene Bucht in einer Region, in der Strände sonst nur schmale Felsstreifen sind. Der Untergrund ist dunkler Sand und Kies vulkanischen Ursprungs, kein feiner heller Sand; dafür fällt das Wasser sehr sanft ab, und man steht noch weit draußen. Zudem gehört er zu den wenigen Stränden der Küste, die man ohne eine einzige Stufe erreicht.

Der Strand im Überblick

Die Bucht wird im Westen vom kleinen Hafen mit der Fähranlegestelle begrenzt, im Osten vom Felsvorsprung mit der Torre Normanna, einem mittelalterlichen Wachtturm gegen Piratenüberfälle, der heute ein Restaurant beherbergt. Dazwischen liegt der Lungomare Amendola, ein gerader Abschnitt der Küstenstraße SS 163 mit Palmen, Bänken und Restaurants, der abends zur Flaniermeile des Ortes wird. Eine so lange, ebene Uferpromenade hat an der Amalfiküste kein anderer Ort.

Der dunkle Sand hat einen Haken: In der Mittagssonne heizt er sich stark auf, Badeschuhe oder zumindest Sandalen bis zum Wasser sind im Hochsommer sinnvoll. Für empfindliche Füße lohnen sich Badeschuhe auch im Wasser, weil sich zwischen Sand und Kies kleinere Steine mischen. Das Wasser ist klar, in der Regel ruhig und für Kinder gut geeignet; bei Südwind kann allerdings ordentlich Brandung stehen.

Freier Strand, Lidos und Preise

Den Großteil der Bucht teilen sich rund 15 private Lidos mit Liegen, Schirmen, Duschen, Toiletten und Bars. Frei zugängliche Abschnitte gibt es an beiden Enden: der größere unterhalb der Torre Normanna im Osten (Costa d'Angolo), ein kleinerer beim Hafen im Westen. Beide sind schmaler und steiniger als die Lido-Bereiche und im August früh voll. Eigenen Schirm mitbringen, Schatten gibt es dort keinen. Jenseits des Turms liegt außerdem die nur 40 Meter lange Kieselbucht Salicerchie (auch Acquachiara genannt), erreichbar über rund 160 Stufen, mit einem freien Streifen und einem kleinen Lido.

Ein einfaches Set aus Liege und Schirm gibt es in den Lidos ab etwa 15–20 € pro Tag, zwei Liegen mit Schirm kosten in der Hochsaison je nach Lido und Reihe eher 30–50 €; die erste Reihe am Wasser ist am teuersten (Stand: September 2026). Damit zählt Maiori zu den günstigeren Badeorten der Küste; in Positano zahlt man für dasselbe deutlich mehr. Ab Mitte Juli lohnt sich eine Reservierung für den Folgetag, viele Lidos nehmen Buchungen per WhatsApp oder über Buchungsportale an. Geöffnet sind die Lidos in der Badesaison, die in Kampanien offiziell am 30. September endet; im Oktober bauen die meisten nach und nach ab, dann bleiben Duschen, Liegenverleih und Badeaufsicht weg.

Anreise und Parken

Am entspanntesten kommt man mit der Fähre: Travelmar verbindet Salerno und Maiori in etwa 30 Minuten für 10 € pro Strecke. Am dichtesten ist der Fahrplan von etwa April bis Oktober; laut dem Fahrplan ab 7. September 2026 führt Travelmar die Linie aber ganzjährig, in der Hochsaison fahren zusätzlich weitere Reedereien. Die Anlegestelle liegt direkt am Westende des Strandes. Ebenfalls ganzjährig fährt die SITA-Linie 5120 Salerno–Maiori–Amalfi entlang der Küstenstraße, tagsüber etwa stündlich; von Salerno braucht man rund 45–55 Minuten, von Amalfi etwa 20 Minuten. Tickets gibt es nicht im Bus, sondern vorher in Tabacchi und Kiosken; mit dem CostieraSita-Ticket (10 €) fährt man 24 Stunden ab der ersten Entwertung beliebig (Stand: September 2026).

Mit dem Auto findet man im Ort ausschließlich kostenpflichtige Plätze: Die blauen Zonen auf der Promenade und im Zentrum kosten in der Saison etwa 3 € pro Stunde, die bewachten Parkhäuser La Grotta und Mandara nahe dem Corso Reginna 3 € pro Stunde oder 20 € am Tag, Motorräder pauschal 5 € (Stand: September 2026). Kostenlose weiße Zonen gibt es nur weit oben an der Via Chiunzi, 10–15 Minuten Fußweg vom Strand; ein Großparkplatz an der Via Nuova Provinciale Chiunzi bietet einen Shuttle ins Zentrum. An Sommerwochenenden sollte man vor 9:30 Uhr da sein, sonst wird die Parkplatzsuche zum Hauptprogramm. Mehr zu Straße und Fahrverboten unter Mietwagen an der Amalfiküste.

Familienfreundlich und barrierearm
Strand und Promenade liegen auf einer Ebene, der Zugang ist flach und stufenfrei. Das hilft Familien mit kleinen Kindern, Kinderwagen oder Reisenden mit eingeschränkter Mobilität. Im Sommer 2025 hat die Gemeinde zudem einen inklusiven Strandabschnitt mit Badestühlen, Stegen bis zum Wasser und Umkleide mit Dusche eingerichtet, kostenlos nach Voranmeldung; das Angebot ist an die Badesaison gebunden, ob und wann es läuft, vorab bei der Gemeinde erfragen. Schatten gibt es abseits der Schirme kaum.

Beste Zeit und Dauer

Die offizielle Badesaison in Kampanien reicht vom 1. Mai bis 30. September, das Wasser ist ab Mitte Juni angenehm. Im Oktober lässt es sich oft noch gut baden, die meisten Lidos sind dann aber abgebaut. Am entspanntesten sind Mai, Juni und September: leerer, günstiger, und die Lidos sind geöffnet. Im Juli und August sowie an Wochenenden ist der Strand voll, besonders im Ferragosto-Zeitraum um den 15. August. Für einen Badetag reicht ein halber Tag; mit Ortsbesuch plant man den Vormittag am Wasser und den Spätnachmittag für die Collegiata Santa Maria a Mare und die Gassen hinter dem Corso Reginna. Die Sonne steht bis in den späten Nachmittag auf dem nach Süden offenen Strand, also Sonnenschutz und Wasser mitnehmen und im Hochsommer die Mittagsstunden meiden.

Geschichte in Kürze

Seine heutige Breite verdankt der Strand einer Katastrophe: Am 26. Oktober 1954 trat nach Starkregen der Bach Reginna Maior über die Ufer, riss Teile des Ortskerns mit sich und schüttete Schutt und Geröll ins Meer. Die aufgeschwemmte Fläche wurde beim Wiederaufbau zur heutigen Bucht und Promenade; daher wirkt Maiori moderner und großzügiger als seine Nachbarn. Die Torre Normanna am Ostende ist trotz des Namens kein normannischer Bau, sondern ein mittelalterlicher, später mehrfach erweiterter Wachtturm aus der Zeit der Sarazenenabwehr, einer von vielen entlang der Amalfitana.

Kombinieren: Minori, Erchie, Cetara

Zum ruhigeren, kürzeren Nachbarstrand von Minori sind es zu Fuß über die Küstenstraße etwa 15–20 Minuten. Deutlich schöner ist der Weg oben herum: Der Sentiero dei Limoni führt durch Zitronenterrassen von Maiori nach Minori, rund 2–3 Kilometer mit Treppen, 45–60 Minuten, am besten von Minori aus, dann geht es überwiegend bergab. Richtung Osten lohnen sich die kleine Bucht von Erchie zwischen zwei Wachttürmen und das Fischerdorf Cetara mit seinem Strand, beide mit dem SITA-Bus in rund 15 bzw. 20–25 Minuten erreichbar. Die Felsbucht Cavallo Morto westlich des Hafens ist nur vom Wasser aus zugänglich, per Kajak oder Mietboot vom Hafen aus.

Typische Fehler

  • Feinen hellen Sand erwarten: Der Strand ist dunkel und kiesig, und hellen Sand gibt es an der ganzen Amalfiküste kaum.
  • Ohne Schirm auf den freien Abschnitt: Dort gibt es keinerlei Schatten, und im August sind die Streifen früh belegt.
  • Mit dem Auto am Sonntagvormittag im Juli anreisen und einen Parkplatz erwarten.
  • Im Winter fest mit der Fähre planen: Travelmar führt die Linie zwar ganzjährig, bei Seegang fallen Fahrten aber aus. Den SITA-Bus als Rückfallebene kennen.
  • Das SITA-Ticket im Bus kaufen wollen: Das geht nicht, vorher am Kiosk besorgen.
  • Im Oktober Lido-Service erwarten: Nach Saisonende sind Liegen, Duschen und Badeaufsicht meist weg.

Häufige Fragen zum Strand von Maiori

Kostet der Strand von Maiori Eintritt?

Nein. Die freien Abschnitte an beiden Enden sind kostenlos, dort bringt man Schirm und Handtuch selbst mit. In den Lidos zahlt man für Liege und Schirm ab etwa 15–20 € pro Tag, zwei Liegen mit Schirm in der Hochsaison 30–50 € (Stand: September 2026).

Wie kommt man von Salerno zum Strand von Maiori?

Mit der Travelmar-Fähre in etwa 30 Minuten für 10 €; sie legt direkt am Strand an und fährt laut Travelmar ganzjährig, am häufigsten von April bis Oktober. Alternativ mit dem SITA-Bus 5120 in 45–55 Minuten, das Ticket vorher im Tabacchi kaufen (Stand: September 2026).

Ist der Strand von Maiori für Kinder geeignet?

Ja, besser als fast jeder andere Strand der Küste: Das Wasser fällt flach ab, der Zugang ist stufenfrei, und in der Saison sind Duschen, Toiletten und Bars direkt am Strand. Nur der dunkle Sand wird mittags heiß, also Badeschuhe mitnehmen.

Gibt es Schatten am Strand von Maiori?

Kaum. Die Bucht liegt nach Süden offen, natürliche Schattenplätze fehlen. Schatten gibt es nur unter den gemieteten Schirmen der Lidos oder auf der Promenade unter den Palmen.

Lohnt sich Maiori gegenüber Positano oder Amalfi?

Als Badestrand ja: Er ist breiter, flacher und günstiger als die Strände von Positano und Amalfi, und man erreicht ihn ohne Treppen. Die berühmte Kulisse bietet eher Positano, bequemes Baden eher Maiori.