Cetara ist anders als die übrigen Orte der Amalfiküste: kein Postkartenort, kein Tagesziel für Kreuzfahrtgäste, sondern ein lebendiges Fischerdorf, das seinen Lebensunterhalt nicht primär aus dem Tourismus zieht. Die Thunfischflotte aus Cetara fischt bis vor die Balearen, die Sardellen werden in den eigenen Werkstätten am Hafen verarbeitet.
Colatura di Alici
Die Colatura di Alici ist eine bernsteinfarbene Sauce aus monatelang in Salz fermentierten Sardellen — eine direkte Nachfahrin des antiken römischen Garum. In Cetara werden noch immer rund 20 Tonnen pro Jahr nach traditioneller Methode produziert. Die klassische Anwendung: Spaghetti alla colatura, nur mit Knoblauch, Olivenöl, Petersilie und der Sauce — ohne Käse. In jeder Trattoria am Hafen für 12 – 15 €. Mehr zur regionalen Küche im Artikel Essen und Trinken an der Amalfiküste.
Hafen und Wachturm
Über dem kleinen Hafen steht die Torre Vicereale aus dem 16. Jahrhundert — einst Wachturm gegen sarazenische Piraten, heute Museum für lokale Geschichte. Daneben die Chiesa di San Pietro mit ihrer charakteristischen Majolika-Kuppel. Der Strand am Hafen ist kurz, dunkel, ehrlich; im Sommer stark frequentiert von Salernitanern. Wer baden möchte, ohne den belebten Hafen vor sich zu haben, fährt zur Bucht Spiaggia di Lannio wenige Minuten westlich des Orts.








