Der Strand von Cetara ist kein herausgeputztes Badeziel — er ist kurz, ehrlich und liegt unmittelbar an einem aktiven Fischereihafen. Genau das macht ihn anders als die Strände in Positano oder Amalfi: Man badet zwischen Liegen und vertäuten Booten, abends essen Fischer und Touristen an denselben Tavernentischen.
Vor Ort: Hafen, Turm und dunkler Sand
Der Hauptstrand an der Marina di Cetara ist nur rund 90 Meter lang, der Untergrund besteht aus dunklem Sand mit Kiesanteilen. Direkt am Strand steht die Torre Vicereale, ein Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert. Der Bereich am Turm ist bewirtschaftet (Liegen und Schirme gegen Gebühr), der übrige Strand frei zugänglich — Handtuch mitbringen genügt.
An der Promenade reihen sich Trattorien mit klarem Sardellen- und Thunfisch-Fokus, denn Cetara ist der Herkunftsort der Colatura di Alici. Wer noch nie Spaghetti alla colatura probiert hat: Hier ist der Originalort. Mehr dazu im Guide Essen & Trinken.
Anreise und Parken
Der SITA-Bus der Linie Salerno–Amalfi hält in Cetara; ab Salerno dauert die Fahrt rund 35 Minuten. Saisonal, etwa von April bis Oktober, legt zusätzlich die Travelmar-Fähre auf der Linie Salerno–Amalfi in Cetara an (Stand: Juli 2026). Mit dem Auto bleibt der gebührenpflichtige Parkplatz am Hafen die erste Wahl — im Sommer ist er oft früh voll, dann weicht man auf den Parkplatz im oberen Ortsteil aus.
Für wen geeignet — und die Alternative nebenan
Der Strand passt zu allen, die Baden mit echtem Ortsleben verbinden wollen und keinen feinen hellen Sand erwarten. Wer eine ruhigere Bucht sucht, geht zur benachbarten Spiaggia di Lannio, die nur zu Fuß über eine Treppe erreichbar ist — nach einem Felssturz war sie zuletzt gesperrt, den aktuellen Stand vor Ort prüfen (Stand: Juli 2026). Einen langen Sandstrand mit mehr Infrastruktur bietet Maiori.




