Vietri sul Mare markiert den östlichen Beginn der Amalfiküste — direkt nach Salerno klettert die SS163 hier in die ersten Serpentinen. Der Ort ist deutlich weniger touristisch als Amalfi oder Positano und hat dafür einen anderen Charakter behalten: lebendige Werkstätten, ein normaler Wochenmarkt, weniger Souvenir-Inflation. Berühmt ist Vietri vor allem für seine Keramik.
Die Keramik
Seit dem 16. Jahrhundert ist Vietri das Zentrum der süditalienischen Majolika-Produktion. Charakteristisch sind kräftige Gelb-, Blau- und Grüntöne, oft mit Zitronen-, Hahnen- oder Eselmotiven. Im Ortskern liegen mehrere ernsthafte Werkstätten — Ceramica Solimene ist die bekannteste und sitzt in einem expressionistischen Bau aus den 1950ern, der allein einen Besuch wert ist. Wer kein Geschirr nach Hause schleppen will: Magnete und kleine Schüsselchen sind ehrliche Mitbringsel.
Kirche und Strand
Die Chiesa di San Giovanni Battista mit ihrer Majolika-Kuppel aus gelben und grünen Kacheln ist das ortsbildprägende Wahrzeichen. Der Strand Marina di Vietri liegt unterhalb des Hauptorts an der Bucht — dunkler Sand, gut ausgestattet, im Sommer voll mit Tagesgästen aus Salerno. Eine bessere Schwimmerfahrung bietet die kleinere Bucht Spiaggia di Crestarella ein Stück westlich.








