Santa Teresa ist der zentrale Stadtstrand von Salerno — am westlichen Ende der Lungomare Trieste, direkt an der Piazza della Libertà und unmittelbar unterhalb der Altstadt. Anders als die durchorganisierten Lidos der Amalfiküste ist der Hauptteil frei zugänglich: Handtuch ausbreiten, fertig. Schirm und Liege bringt man selbst mit oder leiht sie im kleinen Lido-Abschnitt.
Lage und Anreise: mitten in der Stadt
Kein Strand der Region ist leichter zu erreichen. Aus der Altstadt — etwa vom Duomo — läuft man wenige Minuten bergab und steht am Wasser. Der Strand liegt eingerahmt zwischen der Piazza della Libertà mit dem halbrunden Crescent-Gebäude und dem Molo Manfredi mit der von Zaha Hadid entworfenen Stazione Marittima. Vom Bahnhof Salerno sind es rund 20 Minuten zu Fuß über die Lungomare; wer mit der Fähre ankommt, ist praktisch schon da — mehr dazu unter Fähren an der Amalfiküste.
Ausstattung: saniert und einfach
Im Zuge der Neugestaltung der Uferzone rund um die Piazza della Libertà wurde auch Santa Teresa aufgewertet: Holzstege führen von der Promenade hinunter, dazu Duschen, ein Trinkbrunnen, Beleuchtung und Abfalltrennung. Im Sommer gibt es eine Strandbar und Rettungsschwimmer. Erwarten sollte man trotzdem keine Lido-Infrastruktur mit Kabinen und Reihenliegen — Santa Teresa bleibt in erster Linie eine spiaggia libera. Schatten gibt es keinen; ohne eigenen Schirm wird der Mittag lang.
Ehrlich eingeordnet: Wasser und Charakter
Der Untergrund ist eine helle Mischung aus grobem Sand und Kies, das Ufer fällt flach ab — gut für Kinder. Zur Wahrheit gehört: Der Handelshafen liegt in Sichtweite, und die Wasserqualität eines Stadtstrands schwankt, besonders nach Regen. An normalen Sommertagen ist das Baden unproblematisch, glasklares Türkis wie an der Amalfiküste darf man aber nicht erwarten. Wer genau das sucht, fährt die paar Kilometer weiter — etwa zum Strand von Cetara oder nach Vietri sul Mare.
Für wen lohnt sich Santa Teresa?
Für alle, die in Salerno übernachten und zwischen Sightseeing und Abendessen kurz ins Wasser wollen — ohne Bus, ohne Fähre, ohne Eintritt. Im Sommer gehört der Strand den Salernitanern: Familien am Vormittag, Jugendliche am Spätnachmittag, Spaziergänger am Abend, wenn die Lichter der Stadt auf dem Wasser liegen. Wer einen ehrlichen italienischen Stadtstrand erleben will statt einer Postkartenkulisse, ist hier genau richtig.

