Zum Inhalt springen
Reisetipps

Geld, Karten und Trinkgeld in Italien

Karte wird inzwischen fast überall akzeptiert. Trinkgeld ist freiwillig — der Coperto auf der Rechnung ist es nicht.

5 Min. LesezeitAktualisiert 5. Juli 2026

Italien ist Euro-Land. Visa und Mastercard (auch als Debitkarte) werden in Restaurants, Hotels und Geschäften zuverlässig akzeptiert. Händler sind seit 2014 gesetzlich zur Kartenannahme verpflichtet; seit dem 30. Juni 2022 drohen bei Verweigerung Bußgelder von 30 € plus 4 % des Betrags (Stand: Juli 2026). Trotzdem hat es Sinn, immer 50 – 100 € in bar dabeizuhaben — kleine Bars, Tabacchi-Kioske, Strandbäder oder Marktstände bitten trotz Pflicht gelegentlich um Bargeld. Barzahlungen sind in Italien auf 5.000 € pro Transaktion begrenzt (Stand: Juli 2026), für den Urlaub praktisch irrelevant.

Coperto und Servizio

Der coperto (Gedeck, meist 1,50 – 3 € pro Person) ist keine Servicegebühr, sondern eine fixe Pauschale für Brot, Tischwäsche und Besteck. Ob er berechnet werden darf, regeln die Regionen: In Kampanien ist er erlaubt und an der Amalfiküste die Regel — er muss allerdings in der Speisekarte ausgewiesen sein. Manche Restaurants schreiben zusätzlich servizio (Service, oft 10 – 15 %) auf die Rechnung — dann ist Trinkgeld erledigt. Was auf der Speisekarte steht, erklärt Essen und Trinken.

Trinkgeld-Konventionen

Trinkgeld ist in Italien freiwillig und weniger üblich als in Deutschland — Kellner beziehen ein festes Gehalt. Im Restaurant rundet man bei gutem Service auf oder lässt 1 – 2 € pro Person liegen; 5 – 10 % gelten schon als großzügig. Espresso am Tresen: ein paar Cent ins Schälchen, muss aber nicht sein. Taxi: auf den nächsten Euro aufrunden. Hotel: 1 – 2 € für Gepäckträger oder Zimmerreinigung, wenn man mag. Beim Strandbad ist mit Liege und Schirm alles bezahlt — Trinkgeld erwartet dort niemand.

Geldautomaten: Bank statt Euronet

Bargeld holt man am günstigsten am Bancomat einer italienischen Bank — in Salerno, Amalfi und Positano gibt es Filialen bzw. Automaten von Instituten wie Intesa Sanpaolo, UniCredit oder BPER. Die blau-gelben Euronet-Automaten, die gern an Fähranlegern und in den Gassen der Touristenorte stehen, erheben laut der am Gerät angezeigten Konditionen Betreiberentgelte (meist 2 – 5 € pro Abhebung, Stand: Juli 2026); die dort angebotene Sofort-Umrechnung in Euro fällt in der Regel ungünstiger aus als die Abrechnung in Landeswährung über die eigene Bank. Dazu kommen je nach Hausbank eigene Auslandsgebühren.

Weiterlesen

Mehr zur Reiseplanung: Beste Reisezeit, Anreise und Packliste.