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Kleine Bucht der Spiaggia di Arienzo östlich von Positano mit türkisem Wasser und steiler Felsküste
KI-generierte Illustration
Strand · Amalfiküste

Spiaggia di Arienzo (Positano)

Kleine Kiesbucht rund 1,5 Kilometer östlich von Positano, erreichbar über etwa 300 Stufen oder in der Saison per kostenlosem Boots-Shuttle des Beachclubs, mit klarem Wasser, Sonne bis zum Abend und einem freien Abschnitt neben den Liegen.

  • Kies/Fels
  • wenig Schatten

Die Spiaggia di Arienzo liegt rund 1,5 Kilometer östlich des Zentrums von Positano in Richtung Praiano, eingeklemmt zwischen zwei hohen, dicht bewachsenen Felswänden direkt unterhalb der Küstenstraße SS163. Bekannt ist sie als „Strand der 300 Stufen“. Je nach Zählung sind es ein paar mehr oder weniger, spürbar ist der Abstieg in jedem Fall, der Aufstieg in der Sommerhitze erst recht. Genau dieser Zugang hält die Bucht auch im Hochsommer deutlich leerer als die Spiaggia Grande. Seit 2017 trägt Arienzo die Bandiera Blu für Wasserqualität und Strandpflege, 2026 zusammen mit Spiaggia Grande, Fornillo und Laurito.

Vor Ort: Kies, klares Wasser, viel Sonne

Die Bucht ist klein und eher eine Cove als ein Strand. Der westliche Teil besteht aus Kies und Kieseln, im Osten liegen flache Felsplatten, auf denen man sich ausbreiten kann. Barfuß ist der Einstieg unangenehm, Wasserschuhe lohnen sich. Das Wasser ist klar und fällt schnell ab; an der rechten Seite treten kalte Süßwasserquellen aus, die für spürbar kühlere Stellen sorgen. Vor der Bucht wachsen Posidonia-Seegraswiesen, die Sicht beim Schnorcheln ist gut, also Maske mitbringen.

Der größte Vorzug ist die Ausrichtung nach Südwesten: Während Teile des Hauptstrands von Positano am späten Nachmittag im Schatten der Berge liegen, hat Arienzo bis in den frühen Abend Sonne und blickt in Richtung Sonnenuntergang. Natürlichen Schatten gibt es dafür praktisch nicht; ohne Schirm wird es mittags hart. Duschen, Umkleiden, Bar und Restaurant gehören zum Beachclub und stehen nur dessen Gästen offen; im freien Teil gibt es keine Infrastruktur.

Arienzo Beach Club: Preise und Reservierung

Den größeren Teil der Bucht belegt der Arienzo Beach Club, geöffnet etwa von Anfang Mai bis Anfang Oktober, täglich 10–18 Uhr, Restaurant 12–15:30 Uhr. Verkauft werden keine einzelnen Liegen, sondern Tagespakete: Liege, Handtuch, Schirm, Wasser, ein zweigängiges Mittagessen, Espresso oder Limoncello und der Bootstransfer sind immer enthalten. Die Preise steigen mit der Nähe zum Wasser; die günstigsten Reihen beginnen in der Saison bei rund 150–200 € pro Person, vordere Reihen mit Champagner-Begrüßung kosten deutlich mehr (Stand: September 2026). Reserviert wird online über die Buchungsseite des Clubs; im Juli und August sind die Liegen oft Wochen im Voraus vergeben, in der Nebensaison gibt es meist noch Plätze für den nächsten Tag. Nach dem Saisonende Anfang Oktober sind Club, Restaurant und Boot bis zum Frühjahr geschlossen.

Wichtig für die Planung: Der Club ist im Grunde ein Restaurant mit Strand. Für einen Liegeplatz für ein paar Stunden ist die Spiaggia di Fornillo deutlich günstiger.

Der freie Abschnitt

Neben dem Beachclub bleibt ein schmaler frei zugänglicher Streifen, der an Sommertagen früh voll ist; für einen Platz sollte man vor 10 Uhr unten sein. Es gibt dort weder Schirmverleih noch Toiletten noch einen Kiosk; Wasser, Sonnenschutz und Proviant müssen die Treppe hinunter (und der Müll wieder hinauf). Der Boots-Shuttle steht nur Gästen des Clubs offen, der freie Teil ist also nur über die Stufen oder mit einem eigenen bzw. gemieteten Boot erreichbar. Dafür badet man hier in denselben Bedingungen wie die zahlenden Gäste: gleiches Wasser, gleiche Sonne, deutlich weniger Publikum als an der Spiaggia Grande.

Anreise: Treppe, Bus oder Boot

Zu Fuß über die Treppe: Der Einstieg liegt an der SS163 wenige Meter hinter der Einfahrt zur Villa Treville, in Fahrtrichtung Praiano auf der rechten Seite. Vom Zentrum Positanos läuft man etwa 15–20 Minuten an der Straße entlang bis dorthin, bei starkem Verkehr und ohne durchgehenden Gehweg, also mit Vorsicht. Für die rund 300 Stufen sollte man abwärts zehn Minuten rechnen, aufwärts mit Pausen eher zwanzig; feste Sandalen statt Flipflops.

Mit dem Bus: Die SITA-Busse der Küstenlinie Amalfi–Praiano–Positano–Sorrent halten an der Haltestelle „Arienzo“ direkt oberhalb der Treppe; von Positano (Haltestelle Sponda) sind es Richtung Praiano nur wenige Minuten, Arienzo ist die zweite Haltestelle nach Laurito. Tickets vorher am Kiosk oder in der Tabaccheria kaufen, im Bus wird nicht verkauft. Im Herbstfahrplan bis 1. November fährt der letzte Bus ab Positano (Sponda) nach Amalfi um 20:35 Uhr (Stand: September 2026).

Mit dem Auto: An der Treppe gibt es nur eine Handvoll Stellplätze, meist Anwohnern vorbehalten oder bereits belegt. Realistisch ist nur, in Positano zu parken (teuer) und den Bus oder das Boot zu nehmen.

Per Boot: Für Gäste mit Reservierung fährt in der Clubsaison der kostenlose Shuttle des Beachclubs vom Lucibello-Steg in der Mitte der Spiaggia Grande; erste Abfahrt gegen 9:50 Uhr, danach vormittags etwa alle 30 Minuten bis gegen 13 Uhr, Rückfahrten ab etwa 15:15 Uhr bis zur Schließung (Stand: September 2026). Das Boot trägt eine blau-gelbe Windrose als Logo, Fahrzeit rund fünf Minuten; man soll 20 Minuten vor der gebuchten Zeit am Steg sein. Ohne Clubbuchung bleibt ein Wassertaxi der Bootsvermieter an der Spiaggia Grande: teurer, aber ohne Treppe.

Für Wanderer: Der Stufenabstieg vom Sentiero degli Dei über Nocelle, rund 1.700 Stufen, endet an der SS163 im Ortsteil Arienzo. Mit Kraft für die 300 Stufen zum Strand hat man hier den naheliegendsten Badestopp der ganzen Tour; zurück ins Zentrum geht es anschließend per Bus oder zu Fuß an der Straße.

Beste Zeit und Dauer

Die Bucht ist ganzjährig zugänglich, sinnvoll zum Baden ist sie von Mai bis Anfang Oktober; Duschen, Bar und Boot gibt es nur in der Clubsaison. Im Juli und August lohnt der frühe Morgen: Mit dem ersten Shuttle oder vor 10 Uhr über die Treppe hat man den freien Teil noch fast für sich. Nach Saisonende im Oktober ist die Bucht still, Wasser und Proviant müssen dann komplett mit hinunter. Ab dem späten Nachmittag wird es leerer, das Licht ist dann am schönsten, und die Sonne bleibt hier länger als am Hauptstrand. Für einen Clubtag reicht das Zeitfenster 10 bis 18 Uhr; für den freien Abschnitt sind zwei bis drei Stunden am Morgen oder am späten Nachmittag realistisch, länger hält man es ohne Schatten selten aus. Wind aus Süd oder Südwest bringt Wellengang in die offene Bucht, dann sind der Einstieg über die Kiesel und das Anlegen der Boote unangenehm.

Typische Fehler
Ohne Reservierung zum Lucibello-Steg gehen und auf den Shuttle hoffen: Das Boot nimmt nur gebuchte Gäste mit, und nach Saisonende fährt es gar nicht. Mittags bei 35 Grad die Treppe wieder hinaufsteigen; lieber bis zum späten Nachmittag warten oder ein Wassertaxi buchen. Und: Flipflops und Barfußlaufen sind auf dem Kies keine gute Idee.

Geschichte: Zeffirellis Villa über der Bucht

Oberhalb des Strandes liegt die Villa Treville, ursprünglich ein Anwesen, das der russische Schriftsteller Michail Semjonow in den 1920er Jahren erwarb und um das sich früh Künstler und Intellektuelle in Positano sammelten. In den 1960er Jahren kaufte der Regisseur Franco Zeffirelli das Grundstück und baute es über Jahrzehnte mit Gärten, Terrassen und versteckten Pools aus; Gäste wie Maria Callas, Leonard Bernstein und Liza Minnelli gehörten zur Legende des Hauses. Seit 2011 wird die Villa als Luxushotel geführt; die Bucht darunter ist mit Beachclub und freiem Abschnitt öffentlich zugänglich geblieben.

Kombinieren: Laurito, Fornillo und Praiano

Nur wenige hundert Meter weiter westlich liegt die noch kleinere Spiaggia di Laurito mit dem Fischrestaurant Da Adolfo, das in der Saison ebenfalls einen kostenlosen Bootsshuttle (rotes Boot) ab Spiaggia Grande für Restaurantgäste betreibt, eine bodenständigere Alternative zum Arienzo Beach Club. In Positano selbst liegt an der Spiaggia di Fornillo westlich des Zentrums den entspannteren Strand mit klassischen Lidos zu normalen Preisen. Richtung Osten lohnt Praiano mit der Spiaggia della Gavitella, dem anderen Sonnenuntergangsstrand der Küste. Als Abschluss des Sentiero degli Dei gehören Badezeug in den Rucksack und genügend Wasser für die letzten 300 Stufen zurück nach oben.

Häufige Fragen zur Spiaggia di Arienzo

Kostet die Spiaggia di Arienzo Eintritt?

Nein. Der freie Abschnitt neben dem Beachclub ist kostenlos zugänglich, aber ohne Duschen, Schirme oder Kiosk. Die Liegen des Arienzo Beach Club gibt es nur als Tagespaket mit Mittagessen und Bootstransfer ab rund 150–200 € pro Person (Stand: September 2026).

Wie kommt man ohne Treppe zur Spiaggia di Arienzo?

Mit dem kostenlosen Shuttleboot des Beachclubs vom Lucibello-Steg an der Spiaggia Grande, allerdings nur mit Reservierung und nur in der Clubsaison (etwa Anfang Mai bis Anfang Oktober). Ohne Buchung bleibt ein Wassertaxi der Bootsvermieter in Positano oder eben die rund 300 Stufen von der SS163.

Wie viele Stufen sind es wirklich?

Offiziell heißt sie „Strand der 300 Stufen“; je nach Zählung sind es etwas mehr oder weniger. Abwärts braucht man rund zehn Minuten, aufwärts mit Pausen etwa zwanzig. Wer vom Sentiero degli Dei über Nocelle kommt, hat davor bereits rund 1.700 Stufen hinter sich.

Hält der SITA-Bus an der Spiaggia di Arienzo?

Ja, die Küstenlinie Amalfi–Praiano–Positano–Sorrent hat eine Haltestelle „Arienzo“ direkt an der Treppe. Von Positano (Haltestelle Sponda) sind es wenige Minuten, Arienzo folgt nach der Haltestelle Laurito; Tickets gibt es nur vorab in Tabaccherie oder Kiosken.

Lohnt sich Arienzo gegenüber der Spiaggia Grande?

Für Ruhe, klares Wasser und Sonne bis zum Abend ja, denn die Bucht ist auch im August deutlich leerer. Wer schnell zwischen Strand, Café und Ort wechseln will oder mit Kleinkindern unterwegs ist, bleibt besser an der Spiaggia Grande oder in Fornillo.