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Kiesstrand Spiaggia di Fornillo bei Positano unter Pinien mit Wachturm am Wasser
KI-generierte Illustration
Strand · Amalfiküste

Spiaggia di Fornillo (Positano)

Ruhigere Schwesterbucht der Spiaggia Grande: rund 300 Meter Kies, in 10–15 Minuten über die Via Positanesi d'America erreichbar, mit vier Lidos, freien Abschnitten und günstigeren Liegen als am Hauptstrand.

  • Kies/Fels
  • familienfreundlich
  • wenig Schatten

Die Spiaggia di Fornillo liegt westlich des Hauptstrands von Positano und ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar: Die Via Positanesi d'America beginnt am Westende der Spiaggia Grande neben dem Fähranleger und führt in 10 bis 15 Minuten an der Steilküste entlang zur Bucht, vorbei an der Torre Trasita, dem größten und am besten erhaltenen der drei Wachtürme Positanos. Die rund 300 Meter lange und bis zu 20 Meter breite Bucht aus mittelgroßem dunklem Kies ist deutlich ruhiger als der Hauptstrand; über ihrem Westende steht die Torre Clavel (auch Torre di Fornillo), Anfang des 20. Jahrhunderts vom Schweizer Gilbert Clavel zur Wohnvilla umgebaut und bis heute privat. Einheimische kommen eher hierher als an die Spiaggia Grande: gleiche Wasserqualität, weniger Boote, weniger Betrieb. 2026 ist Positano die einzige Gemeinde der Amalfiküste mit Bandiera Blu; Fornillo gehört zu den vier ausgezeichneten Stränden.

Anreise: Küstenweg, Treppen oder Boot

Der übliche Weg ist die Via Positanesi d'America: Am Westende der Spiaggia Grande, direkt hinter dem Anleger, geht es einige Stufen hinauf, dann läuft der gepflasterte Weg fast eben in die Felswand gebaut nach Westen, an der Torre Trasita vorbei und durch eine kleine Schlucht bis zur Bucht. Der Name erinnert an die Positanesi, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA auswanderten. Bei starkem Seegang schlagen die Wellen bis auf den Weg: im Winter sehenswert, mit Kindern dann aber nur mit Vorsicht.

Von einer Unterkunft oben im Ortsteil Fornillo oder vom Ortsbus an der Viale Pasitea geht es über die Via Fornillo und lange Treppen hinunter — je nach Startpunkt 15 bis 20 Minuten, zurück entsprechend anstrengend. Der Rückweg über die Spiaggia Grande und dann mit dem Ortsbus (Mobility Amalfi Coast, 1,30 € im Vorverkauf, 1,80 € an Bord) nach Chiesa Nuova oder Sponda ist meist bequemer als die Treppen; mit dem CostieraSita-24-Stunden-Ticket für 12 € sind die Ortsbusse bereits enthalten (siehe SITA-Busse). Das Lido Fratelli Grassi bringt Gäste in der Badesaison kostenlos per Boot vom Hauptanleger zur Bucht, etwa 10–13 und 14:30–18 Uhr (Stand: September 2026). Mit dem Saisonende des Lidos entfällt das Boot, dann bleibt nur der Küstenweg.

Mit dem Auto lohnt Fornillo nicht als Tagesziel: Die Garagen an der Viale Pasitea (Carpineto, Anna, Ma.Cri im Ortsteil Fornillo, Mandara und Di Gennaro weiter oben) nehmen etwa 4–7 € pro Stunde und 25–50 € am Tag, sind im Sommer oft voll und liegen weit oberhalb der Bucht (Stand: September 2026). Von Salerno oder Amalfi aus fährt man besser mit der Fähre nach Positano und geht vom Anleger direkt los.

Lidos, Preise und freie Abschnitte

Vier Lidos teilen sich die Bucht (Pupetto, Da Ferdinando, Fratelli Grassi und La Marinella), dazu gibt es freie Abschnitte an beiden Enden: einen breiteren neben Pupetto und eine kleine Ecke hinter La Marinella mit felsigem Einstieg. Die Lidos öffnen in der Saison täglich von 9 bis 19 Uhr. Zwei Liegen mit Schirm kosten in der Hochsaison je nach Lido und Reihe etwa 60–120 €: Fratelli Grassi ab rund 60 € in den hinteren Reihen bis 90 € in der ersten, Pupetto und Da Ferdinando etwa 70–120 €. Das sind grob 30–60 € pro Person, spürbar weniger als in den vorderen Reihen der Spiaggia Grande, wo dieselbe Ausstattung schnell das Doppelte kostet (Stand: September 2026). Reservierung im Juli und August per Telefon oder WhatsApp ist üblich; Liege und Restauranttisch werden getrennt gebucht. Zum Saisonende im Herbst bauen die Lidos nach und nach ab, danach ist die ganze Bucht frei, aber ohne Duschen und Service.

Pupetto und Da Ferdinando haben Restaurants direkt am Wasser, gut für ein langes Mittagessen mit gegrilltem Fisch; La Marinella ist die einfachste Adresse, wenn man nur eine Liege und einen Teller braucht. Kajaks und SUP-Boards gibt es bei Fratelli Grassi und Da Ferdinando, Da Ferdinando vermietet zudem kleine Boote mit und ohne Skipper. Duschen und Toiletten laufen über die Lidos; am freien Abschnitt zahlt man für die Dusche eine kleine Gebühr oder konsumiert etwas.

Beste Zeit, Schatten und Ausstattung

Die freien Abschnitte sind im Hochsommer bis etwa 10:30 Uhr belegt, an Wochenenden früher. Ohne Liege kommt man also vormittags, und zwar mit eigenem Wasser und Snacks, denn im freien Bereich gibt es nichts. Der Kies ist mittelgroß und im Wasser rutschig, Badeschuhe helfen vor allem Kindern; der Meeresboden fällt zügig ab, was das Wasser klar hält, für Nichtschwimmer aber Aufsicht nötig macht. Schatten spenden nur die Schirme der Lidos und am späten Nachmittag die Klippen; Bäume gibt es praktisch keine.

Nachmittags früh im Schatten
Die Klippen westlich der Bucht nehmen der Spiaggia di Fornillo im Hochsommer ab dem späten Nachmittag (etwa 16:30–17 Uhr) die Sonne, im Mai/Juni und September deutlich früher. Zum Sonnenbaden eher vormittags oder früh am Nachmittag kommen; zum Schwimmen ist der schattige späte Nachmittag angenehm leer.

Geschichte: Backöfen und zwei Türme

Der Name Fornillo geht auf die Backöfen (forni) zurück, die einst in der Bucht standen. Die beiden Türme an ihren Enden gehören zum Küstenschutz gegen Piratenüberfälle im 16. Jahrhundert: Die Torre Trasita entstand unter Vizekönig Pedro de Toledo, wurde 1817 verkauft und ist seitdem Privatbesitz, heute Villa und Veranstaltungsort. Die Torre di Fornillo kaufte 1909 der Schweizer Schriftsteller und Archäologe Gilbert Clavel (1883–1927), baute sie um und machte sie in den 1920er-Jahren zum Treffpunkt von Künstlern wie Fortunato Depero; nach seinem Tod ging sie an die Familie Borghese. Beide Türme sind nur von außen zu sehen.

Kombination und typische Fehler

Fornillo passt gut zu einem Positano-Tag mit Ortsrundgang: morgens Fornillo, mittags im Lido essen, nachmittags über die Via Positanesi d'America zurück und durch die Gassen zur Kirche Santa Maria Assunta. Ruhigeres Wasser bei mehr Platz bietet weiter östlich die Spiaggia di Arienzo, die allerdings rund 300 Stufen kostet. Häufige Fehler: mit Koffern oder Kinderwagen über den Küstenweg wollen (Stufen an beiden Enden), erst um 12 Uhr ankommen und dann an einem Wochenende weder Liege noch freien Platz finden, oder Sand erwarten: Fornillo ist ein Kiesstrand mit Handtuch statt Sandburg.

Häufige Fragen zur Spiaggia di Fornillo

Kostet die Spiaggia di Fornillo Eintritt?

Nein, die freien Abschnitte an beiden Enden sind kostenlos. Bezahlt wird nur bei den Lidos: zwei Liegen mit Schirm ab etwa 60 € (Stand: September 2026), je nach Lido und Reihe bis 120 €.

Wie kommt man zur Spiaggia di Fornillo?

Zu Fuß vom Westende der Spiaggia Grande über die Via Positanesi d'America, 10–15 Minuten mit wenigen Stufen. Alternativ von oben über die Treppen der Via Fornillo (15–20 Minuten, steil) oder in der Badesaison mit dem kostenlosen Boot des Lidos Fratelli Grassi vom Hauptanleger.

Ist Fornillo besser als die Spiaggia Grande?

Zum Baden ja: weniger Boote, klareres Wasser, günstigere Liegen und mehr Ruhe. Die Spiaggia Grande hat dafür den Blick auf die Häuserkulisse, mehr Gastronomie und liegt direkt am Anleger. Zum Vergleich verbindet man beide über den zehnminütigen Küstenweg.

Gibt es Schatten an der Spiaggia di Fornillo?

Kaum natürlichen: Bäume fehlen, Schirme gibt es nur bei den Lidos. Dafür legt sich im Hochsommer ab etwa 16:30–17 Uhr der Schatten der westlichen Klippen über die Bucht, in der Nebensaison früher.

Ist die Spiaggia di Fornillo für Familien geeignet?

Ja, sie gilt als der familienfreundlichere Strand Positanos und trägt neben der Bandiera Blu auch die Bandiera Verde für Familien. Badeschuhe wegen des Kieses und Aufsicht wegen des schnell abfallenden Ufers sind sinnvoll.