Conca dei Marini liegt an der Küstenstraße zwischen Amalfi und Praiano und ist mit rund 640 Einwohnern und einer Fläche von gut einem Quadratkilometer eine der kleinsten Gemeinden Italiens — nur das Nachbardorf Atrani und zwei norditalienische Orte sind flächenmäßig noch kleiner (Stand: Juli 2026). Seit 2017 gehört der Ort zur Vereinigung der „Borghi più belli d'Italia“, der schönsten Dörfer Italiens. Einen klassischen Ortskern gibt es kaum: Die weißen Häuser verteilen sich in Terrassen über den Steilhang, verbunden durch Treppen und schmale Wege. Genau das macht den Reiz aus — Conca dei Marini ist eine ruhige Wohnlage mit großem Namen in der Umgebung, aber ohne den Trubel der Nachbarorte. Die SITA-Busse der Linie 5070 halten an mehreren Stellen entlang der SS163, Details im Guide zu den SITA-Bussen (Stand: Juli 2026).
Grotta dello Smeraldo: die Smaragdgrotte
Die bekannteste Sehenswürdigkeit des Ortes liegt direkt an der Gemeindeküste: Die Grotta dello Smeraldo ist eine teilweise geflutete Karsthöhle, in der das Sonnenlicht durch eine Unterwasseröffnung fällt und das Wasser smaragdgrün leuchten lässt. Der Zugang liegt an der SS163 auf dem Gebiet von Conca dei Marini — per Aufzug oder Treppe hinunter zum Höhleneingang, alternativ per Boot ab Amalfi. Alle Details zu Öffnungszeiten, Preisen und der besten Tageszeit stehen im eigenen Beitrag zur Grotte.
Monastero Santa Rosa: Geburtsort der Sfogliatella
Auf einem Felsvorsprung hoch über der Bucht thront das ehemalige Dominikanerinnenkloster Santa Rosa aus dem 17. Jahrhundert. Hier erfanden die Nonnen der Überlieferung nach um 1681 aus Küchenresten — übrig gebliebenem Teig, Grieß, Zucker und Zitronenlikör — die Sfogliatella Santa Rosa, die muschelförmige Urform des berühmtesten Blätterteiggebäcks Kampaniens. Die Neapolitaner entwickelten daraus später ihre kleinere Sfogliatella; das Original mit Crema und Amarenakirsche trägt bis heute den Namen des Klosters, und der Ort feiert das Gebäck jeden Sommer mit einem eigenen Fest (Stand: Juli 2026). Das Kloster selbst ist heute das Luxushotel Monastero Santa Rosa mit Sternerestaurant und einem der spektakulärsten Infinity-Pools der Küste — besichtigen kann man es nur als Gast, der Blick von außen lohnt trotzdem. Mehr zur Küche der Region im Guide Essen und Trinken.
Marina di Conca, Sant'Antonio und der Sarazenenturm
Tief unter der Küstenstraße liegt das Borgo Marina di Conca, der alte Fischerhafen: eine kleine, von weißen Häusern gerahmte Bucht mit Kiesstrand, Fischerbooten und einem Badebetrieb im Sommer — erreichbar nur zu Fuß über lange Treppen, dafür mit klarem Wasser und deutlich weniger Betrieb als an den großen Stränden der Küste. Darüber steht die Kirche Sant'Antonio di Padova (offiziell San Giovanni Battista) auf einer Felskante mit weitem Blick über die Bucht; der heilige Antonius ist seit 1694 Schutzpatron des Ortes. Die Landzunge Capo di Conca schließt die Bucht nach Westen ab — auf ihr steht ein Sarazenenturm aus dem 16. Jahrhundert, Teil der spanischen Küstenwachtürme gegen Piratenüberfälle und heute das Wahrzeichen des Ortes. Wer mehr Strand sucht: Die Marina Grande in Amalfi und die Spiaggia di Furore sind beide nur wenige Minuten entfernt.






