Südlich der Sele-Ebene beginnt eine Küste, an der man anders badet als an der Amalfiküste: lange Sandstrände mit flachem Einstieg im Norden, Kiesbuchten unter Steilwänden im Süden, dazwischen Kaps mit klarem Wasser und Buchten, zu denen keine Straße führt. Diese Übersicht stellt die wichtigsten Strände von Nord nach Süd vor, jeweils mit Untergrund, Zugang, Eignung, Service und Parken, dazu Bandiera Blu 2026, Wasserqualität, Schutzgebiete und Anreise. Orte, Hinterland und Routen ordnet der Beitrag zum Cilento, die Strände der Amalfiküste und von Salerno stehen im Bereich Strände.
Die Cilento-Küste auf einen Blick
Rund hundert Kilometer Küste liegen zwischen der Sele-Mündung und dem Golf von Policastro. Von Paestum bis Agropoli dominiert breiter, heller Sand vor Pinienwald. Zwischen Castellabate und Ascea wechseln Sandstrände mit Felsküste und kleinen Häfen. Ab Palinuro wird die Küste steil, mit Grotten und Kieselbuchten, das Wasser wird schnell tief. Fast überall gibt es neben den Lidos breite freie Abschnitte; eine Liege muss man nicht mieten, um einen Platz zu bekommen. Die Lidos öffnen etwa von Ende Mai bis September.
| Strand | Untergrund | Zugang | Familien | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Paestum | feiner Sand | eben | sehr gut | Pinienwald, Tempel nah |
| Baia di Trentova | Sand | Straße, Shuttle im Sommer | gut | wenig Parkplatz |
| Santa Maria di Castellabate | Sand | eben, im Ort | gut | Meeresschutzgebiet |
| Punta Licosa | Fels, Kies | Fußweg 2,5 km oder Boot | eingeschränkt | Schnorcheln |
| Acciaroli | heller Sand | eben | sehr gut | Fischerhafen |
| Pioppi | Kies, teils Sand | eben | im Sandteil | Wellenbrecher |
| Casal Velino und Ascea | feiner Sand | eben | sehr gut | unterhalb von Velia |
| Palinuro, Saline und Dune | feiner Sand | eben | sehr gut | Campingplätze |
| Buondormire | Sand und Kies | nur per Boot | nein | Felswände |
| Arco Naturale | Sand | Straße, Parkplatz | gut | Felsbogen |
| Calanca und Lentiscelle | Sand bzw. Kies | zu Fuß im Ort | Calanca gut | Start des Küstenpfads |
| Cala Bianca | weiße Kiesel | Fußweg oder Boot | nein | kein Schatten |
| Baia degli Infreschi | Kies | Fußweg oder Boot | nein | Kontingent |
| Scario und Sapri | Kies, grober Sand | im Ort | Sapri gut | Bahnhof Sapri |
Von Paestum bis zur Punta Licosa
Paestum: Laura, Licinella, Torre di Paestum
Von Laura über Licinella bis Torre di Paestum zieht sich ein durchgehender, breiter Sandstrand, ein bis zwei Kilometer westlich der Tempel. Dahinter steht Pinienwald, das Wasser fällt sehr flach ab: ein unkomplizierter Familienstrand. Warum das Cilento mit Kleinkindern oft die bessere Badewahl ist, erklärt der Beitrag Amalfiküste mit Kindern. Lidos und freie Abschnitte wechseln sich ab. Vom Bahnhof läuft man 20 bis 25 Minuten ans Meer, viele Unterkünfte verleihen Fahrräder. Mit dem Auto parkt man bei den Lidos; an der Ausgrabung kostet es rund 1 € pro Stunde oder 5 € pro Tag. Mehr zu Tempeln und Mozzarella auf der Seite zu Paestum (Stand: Oktober 2026).
Agropoli: Baia di Trentova
Rund drei Kilometer südlich von Agropoli liegt die Baia di Trentova, benannt nach dem vorgelagerten Felsen, den ein schmaler Sandstreifen mit dem Ufer verbindet. Der Grund ist sandig und flach, das Wasser klar, es gibt Lidos und freie Abschnitte. Engpass ist der Parkplatz: Der bewachte Platz an der Abfahrt kostet rund 5 € pro Tag, der Schotterplatz an der Straße etwa 2 € pro Halbtag. Im Juli und August fährt der Trentova Link als Shuttle ab Bahnhof, 1,40 € pro Fahrt; sonst sind es 25 bis 30 Minuten zu Fuß vom Hafen. Näher liegen die Stadtstrände am Lungomare San Marco, Licina und Torre San Marco (Stand: Oktober 2026).
Santa Maria di Castellabate
In Santa Maria, dem Badeort von Castellabate, liegt der Strand mitten im Ort. Die Marina Piccola misst etwa 200 Meter goldenen Sand und ist im August voll. Der Pozzillo zieht sich über gut einen Kilometer bis San Marco; das Wasser ist wegen des Meeresschutzgebiets auffallend klar. Im Norden bietet Lago rund 1,5 Kilometer feinen Sand mit flachem Einstieg, den Familienstrand der Gemeinde. Meeresnahes Parken kostet von Ende Mai bis September rund 2 € pro Stunde oder 10 € am Tag, kostenlos ist der Platz an der Via Pepi mit rund 250 Stellplätzen (Stand: Oktober 2026).
Punta Licosa
Südlich von San Marco endet der Sand. Ein beschilderter, fast ebener Küstenweg führt vom Hafen rund 2,5 Kilometer durch Pinien und Macchia zur Punta Licosa, hin und zurück etwa zwei Stunden mit Badepause. Vor der kleinen Insel mit Leuchtturm liegen Felsplatten und winzige Kiesbuchten: Schnorchelrevier, kein Strand für Kleinkinder, ohne Service und mit Schatten nur im Wald. Weiter um die Halbinsel folgen Punta Inferno und die ruhige Baia di Ogliastro. Wasser und Badeschuhe mitnehmen; weitere Küstentouren stehen im Beitrag Wandern.
Von Acciaroli bis Ascea
Acciaroli: Spiaggia Grande
Die Spiaggia Grande von Acciaroli liegt südlich des Fischerhafens: heller, feiner Sand, flach abfallend, mit breiten freien Abschnitten und Lidos, die nur in der Badesaison aufbauen. Für Familien funktioniert sie ähnlich gut wie Paestum, nur mit Hafen, Wehrturm und Fischrestaurants statt Pinienwald. Am Hafen liegt zusätzlich die kleine Spiaggetta del Porto. Parkplätze hinter dem Strand kosten etwa 3 bis 5 € pro Tag und sind im August ab dem Vormittag knapp. Ohne Auto kommt man im Sommer mit der Busitalia-Linie 34 ab Salerno oder mit dem Cilento Link ab Bahnhof Ascea (Stand: Oktober 2026).
Pioppi
Wenige Kilometer weiter liegt Pioppi, der zweite Küstenort der Gemeinde Pollica und Sitz des Museo Vivente della Dieta Mediterranea. Der Strand an der Uferstraße ist über weite Strecken Kies, nahe dem Palazzo Vinciprova feiner Sand. Wellenbrecher halten das Wasser meist ruhig, an den Felsen lohnt die Taucherbrille. Kinder baden am besten im Sandabschnitt. Es gibt kleine Lidos und freie Abschnitte; von Acciaroli aus ist Pioppi die ruhigere Wahl für einen zweiten Strandtag.
Marina di Casal Velino und Marina di Ascea
Hinter der Bucht von Casal Velino beginnt ein langer Sandstrand, der bis Marina di Ascea reicht; allein dort sind es rund fünf Kilometer feiner Sand, in Teilen mehr als 70 Meter breit. Das Wasser fällt flach ab, Platz gibt es auch im August. Der Abschnitt Piana di Velia liegt unterhalb der Ausgrabung von Velia: Ruinen am Vormittag, Strand am Nachmittag, der Parkplatz vor der Ausgrabung ist kostenlos. Der Regionalzug braucht ab Salerno bis Ascea 1¼ bis 1½ Stunden, ab etwa 6 € (Stand: Oktober 2026).
Palinuro und Marina di Camerota
Palinuro: Saline, Dune und Marinella
Nördlich von Palinuro liegen Saline und Dune, zusammen weit über einen Kilometer feiner, goldener Sand mit flach abfallendem Wasser, dahinter Pinien und große Campingplätze. In der Saison gibt es Lidos, Bars und Tretbootverleih, dazwischen freie Abschnitte. Näher am Zentrum liegt die Marinella, ebenfalls Sand; die kleine Ficocella im Ort besteht aus Kieseln und Felsplatten. Der Ort zieht sich über mehrere Kilometer, ohne Auto wählt man die Unterkunft deshalb nach Strandnähe.
Baia del Buondormire und Arco Naturale
Die Baia del Buondormire südlich des Hafens ist die bekannte Fotobucht Palinuros: Sand und Kies vor senkrechten Felswänden, davor ein Felsen im türkisfarbenen Wasser. Über Land führt nur ein steiler Treppenpfad von der Ferienanlage oberhalb hinunter, meist deren Gästen vorbehalten. Alle anderen kommen per Boot ab dem Hafen oder mit dem Tretboot ab der Marinella; viele Grottenrundfahrten legen hier einen Badestopp ein. Einfacher ist der Strand am Arco Naturale südöstlich des Kaps an der Mündung des Mingardo: Sand, ein rund 20 Meter hoher Felsbogen, felsiger Grund zum Schnorcheln und ein Parkplatz in der Nähe. Touren und Preise ordnet der Beitrag Bootstouren ein.
Marina di Camerota: Calanca und Lentiscelle
In Marina di Camerota liegen drei Strände am Ort. Die Calanca westlich des Zentrums ist eine flach abfallende Bucht zwischen zwei Felsvorsprüngen und der Familienstrand. San Domenico am Hafen ist der belebte Stadtstrand mit Liegen und Bars. Gut einen Kilometer östlich folgt Lentiscelle: ein langer Kiesstrand unter der Steilwand, das Wasser wird schnell tief und ist sehr klar; hier beginnt der Küstenpfad zu den Buchten. Westlich des Ortes liegen an der Straße nach Palinuro die per Auto erreichbaren Sandstrände an der Mingardo-Mündung, darunter Cala d'Arconte und La Vela.
Der Süden: Cala Bianca, Infreschi und Golf von Policastro
Cala Bianca
Hinter Lentiscelle beginnt der Abschnitt ohne Straße. Nach gut 40 Minuten Fußweg erreicht man den Kiesstrand Pozzallo, nach gut einer Stunde die Cala Bianca mit ihren weißen Kieseln; 2013 setzte die Umweltorganisation Legambiente sie in ihrem Strandwettbewerb auf Platz eins. Der Pfad ist technisch leicht bis mittel, aber sonnig und stellenweise zugewachsen. In der Saison setzen Boote ab dem Hafen ihre Gäste vor der Bucht ab, die letzten Meter schwimmt man. Schatten und Bars gibt es nicht. Für Kleinkinder ist die Bucht ungeeignet, für geübte Schwimmer und Schnorchler ein lohnendes Ziel.
Baia degli Infreschi
Am Ende des Küstenpfads liegt die Baia degli Infreschi, ein fast kreisrunder Naturhafen, in dem kalte Süßwasserquellen aus dem Meeresboden austreten; 2014, ein Jahr nach der Cala Bianca, kam sie im selben Wettbewerb auf Platz eins. Von Lentiscelle sind es rund fünf Kilometer und etwa zwei Stunden zu Fuß, per Boot rund 15 Minuten. Hinter der Bucht betreibt ein Landwirtschaftsbetrieb ein kleines Lokal. Ankern ist verboten, Boote machen an Bojen fest. Für den Strand gilt ein Kontingent: Nach einer Anordnung des Nationalparks dürfen sich etwa 67 Personen gleichzeitig dort aufhalten, jeweils eine Stunde lang. Ein öffentliches Buchungssystem des Parks fand sich bei Redaktionsschluss nicht; in der Praxis regeln das die Bootsbetreiber, und die Modalitäten ändern sich von Saison zu Saison (Stand: Oktober 2026).
Scario und Sapri
Hinter dem Meeresschutzgebiet liegt das Fischerdorf Scario, Ortsteil von San Giovanni a Piro. Am Ort gibt es Kiesstrände mit schnell tiefem Wasser, die Buchten der Costa della Masseta erreicht man per Boot ab dem Hafen oder über Pfade, etwa die Spiaggia del Marcellino über einen steilen Saumpfad vom Santuario di Pietrasanta. Am Ende des Golfs liegt Sapri mit flachem Lungomare, grobkörnigem Sand und den Cammarelle nördlich des Hafens. Weil der Bahnhof im Ort liegt, ist Sapri auch ohne Auto gut erreichbar: rund zwei Stunden ab Salerno, ab etwa 8 € (Stand: Oktober 2026).
Bandiera Blu, Wasserqualität und Schutzgebiete
Bandiera Blu 2026
Die Foundation for Environmental Education (FEE) hat die Liste der Bandiera Blu 2026 am 14. Mai 2026 veröffentlicht. Im Cilento stehen darauf dreizehn Gemeinden:
- Agropoli: Lungomare San Marco, Spiaggia Libera Porto, Trentova, Torre San Marco, Licina
- Castellabate: Lago Tresino, Marina Piccola, Pozzillo–San Marco, Punta Inferno, Baia Ogliastro
- Montecorice: Baia Arena, Capitello, Agnone, San Nicola
- San Mauro Cilento: Mezzatorre
- Pollica: Acciaroli, Pioppi
- Casal Velino: Marina di Casal Velino, Torre Dominella
- Ascea: Torre del Telegrafo, Piana di Velia, Marina di Ascea
- Pisciotta: Ficaiola/Torraca/Gabella, Pietracciaio/Fosso della Marina/Marina Acquabianca
- Centola (Palinuro): Porto, Dune e Saline, Marinella und Baia del Buon Dormire
- Camerota: San Domenico–Lentiscelle, Cala Finocchiara
- Ispani: Capitello
- Vibonati: Santa Maria Le Piane, Torre Villammare, Oliveto
- Sapri: San Giorgio, Cammarelle
Nicht auf der Liste stehen Capaccio Paestum und San Giovanni a Piro mit Scario, ebenso wenig Calanca, Cala Bianca, Infreschi oder Arco Naturale. Die Flagge bewertet neben dem Wasser auch Service, Sicherheit und Umweltmanagement, und die Gemeinden bewerben sich mit einzelnen Abschnitten. Ihr Fehlen ist deshalb kein Hinweis auf schlechtes Wasser.
Wasserqualität laut ARPAC
Zuständig für die Badegewässer ist die Umweltbehörde ARPAC. Die Einstufung für 2026 hat die Regionalregierung mit Beschluss Nr. 165 vom 30. April 2026 festgelegt. Sie beruht auf den Messungen der Badesaisons 2022 bis 2025, jeweils vom 1. April bis 30. September, mit zwei Keimindikatoren, Escherichia coli und intestinalen Enterokokken. Die vier Klassen reichen von scarsa über sufficiente und buona bis eccellente; als scarsa eingestufte Abschnitte gelten zu Saisonbeginn als nicht badetauglich. Klasse und Messergebnisse jedes Abschnitts veröffentlicht die ARPAC auf ihrem Portal, vorübergehende Badeverbote erlassen die Gemeinden. Nach Starkregen ist das Wasser an Flussmündungen wie Sele, Alento oder Mingardo oft einige Tage trüb.
Meeresschutzgebiete und Zugangsregeln
Zwei Abschnitte sind seit 2009 zusätzlich Meeresschutzgebiet, beide vom Nationalpark verwaltet. Die Area Marina Protetta Santa Maria di Castellabate umfasst rund 7.000 Hektar; in den Kernzonen um die Insel Licosa sind Fischerei und Ankern verboten, Baden und Schnorcheln erlaubt. Die Costa degli Infreschi e della Masseta reicht mit 2.332 Hektar von Marina di Camerota bis Scario. Dort sind laut einer Verfügung des Parks vom 24. April 2026 für 2026 höchstens 80 Boote für Verleih und Ausflugsfahrten zulassungsfähig, mit je höchstens zwölf Passagieren, ausdrücklich um den Andrang an den Stränden zu begrenzen. Für Badegäste heißt das: Bojenlinien respektieren, nicht auf Seegraswiesen ankern, Müll mitnehmen.
Saison, Anreise und Parken
Hochsaison und Nebensaison
Die Badesaison läuft von Ende Mai bis Anfang Oktober. Im Juni und September ist das Wasser warm, Lidos und Bootsanbieter haben geöffnet, Parkplätze sind frei. Im August, besonders um Ferragosto am 15., sind Strände und Unterkünfte voll, viele vermieten dann nur wochenweise. Im Oktober sind die meisten Lidos abgebaut, die Strände bleiben frei zugänglich, Duschen und Toiletten fehlen dann oft. Das Meer hat Anfang Oktober noch rund 22 °C, gebadet wird bis etwa Mitte des Monats. Von November bis Ostern ruht in Palinuro und Marina di Camerota fast alles, Paestum und Agropoli leben ganzjährig. Monatswerte stehen unter Beste Reisezeit, die kühle Jahreszeit behandelt Herbst und Winter.
Anreise mit Bahn, Bus und Auto
Die Bahnlinie Salerno–Sapri folgt der Küste. Regionalzüge halten in Paestum (30 bis 40 Minuten ab Salerno, ab etwa 3,40 €), Agropoli-Castellabate (rund 40 Minuten, ab etwa 4 €), Casal Velino, Ascea, Pisciotta-Palinuro (gut anderthalb Stunden, ab etwa 7 €) und Sapri (rund zwei Stunden, ab etwa 8 €). Der Haken ist die letzte Meile: Der Bahnhof Pisciotta-Palinuro liegt zehn Kilometer vor Palinuro. Der Flughafen Neapel-Capodichino ist vom 1. bis 30. November 2026 wegen Pistensanierung geschlossen, Flüge werden unter anderem nach Salerno verlegt (Stand: Oktober 2026).
Im Sommer schließen Zubringer die Lücke. Der Cilento Link von Trenitalia fuhr 2026 vom 8. Juni bis 13. September ab Ascea und Pisciotta-Palinuro nach Velia, Pioppi, Acciaroli, Palinuro und Marina di Camerota, die Busfahrt ab 2,20 €. Die Sommerschiffe des Metrò del Mare verbanden Salerno mit Agropoli, San Marco und Acciaroli, ab 15. Juli auch Agropoli mit Palinuro, Marina di Camerota und Sapri. Beide Angebote sind für 2026 beendet, Termine für 2027 stehen noch nicht fest. Die Busitalia-Linie 34 fährt ab Salerno über Paestum und Agropoli nach Santa Maria und Acciaroli (Stand: Oktober 2026).
Mit dem Auto geht es über die mautfreie A2 bis Battipaglia, dann über SS18 und Cilentana. Richtwerte ab Salerno: Paestum knapp eine Stunde, Agropoli 45 bis 60 Minuten, Santa Maria di Castellabate etwa anderthalb Stunden, Acciaroli 1,5 bis 2 Stunden, Palinuro gut zwei, Marina di Camerota 2 bis 2,5 Stunden. Hinweise unter Mietwagen und Anreise.
Parken am Strand
Parken ist einfacher als an der Amalfiküste, im August aber knapp. Meeresnahe Zonen sind von Ende Mai bis September gebührenpflichtig, Tagespauschalen liegen je nach Ort zwischen etwa 3 und 10 €. An der Ausgrabung von Velia ist der Parkplatz gratis. Nach zehn Uhr wird es an beliebten Stränden eng, an Samstagen im August stauen sich die letzten Kilometer vor Palinuro. Zu Cala Bianca, Infreschi und Buondormire führt keine Straße (Stand: Oktober 2026).
Typische Fehler
- Die Cala Bianca mit dem Auto suchen. Es gibt keine Zufahrt; die Wege von der Straße Richtung Lentiscosa sind steil und teils unwegsam. Start ist Lentiscelle oder der Hafen.
- Den Rückweg von den Buchten offenlassen. Ohne Boot sind es von den Infreschi rund fünf Kilometer zurück, mittags fast ohne Schatten.
- Überall Sand erwarten. Ab Palinuro südwärts sind viele Strände Kies oder Fels. Badeschuhe gehören ins Gepäck.
- Die Bandiera Blu als Wasserzeugnis lesen. Für das Wasser selbst zählt die Klasse der ARPAC.
- Im August spät kommen. An Trentova, Santa Maria und Acciaroli sind die Parkplätze nach zehn Uhr belegt.
- Palinuro als Badeausflug von der Amalfiküste planen. Rund drei Stunden je Richtung; der Süden lohnt erst ab drei Nächten vor Ort.
Häufige Fragen zu den Stränden im Cilento
- Welche Strände im Cilento eignen sich für Familien mit kleinen Kindern?
Die Sandstrände mit flachem Einstieg und ebenem Zugang: Paestum von Laura bis Torre di Paestum, Lago und Marina Piccola in Castellabate, die Spiaggia Grande in Acciaroli, Marina di Ascea, Saline und Dune in Palinuro sowie die Calanca in Marina di Camerota. Ungeeignet sind Punta Licosa, Buondormire, Cala Bianca und Infreschi.
- Welche Cilento-Strände tragen 2026 die Bandiera Blu?
Abschnitte in dreizehn Gemeinden, darunter Trentova in Agropoli, fünf Abschnitte in Castellabate, Acciaroli und Pioppi, Marina di Ascea, Dune e Saline in Palinuro, San Domenico–Lentiscelle in Marina di Camerota und San Giorgio in Sapri. Capaccio Paestum und Scario stehen nicht auf der Liste der FEE vom 14. Mai 2026.
- Wie erreicht man die Strände im Cilento ohne Auto?
Mit dem Regionalzug ab Salerno: Paestum, Agropoli und Sapri haben Strände in Fuß- oder Fahrradnähe zum Bahnhof. Im Sommer kommen Cilento Link, Busitalia-Linie 34 und Metrò del Mare dazu. Außerhalb der Saison ist der Süden ab Acciaroli ohne Auto nur mit langen Wartezeiten erreichbar (Stand: Oktober 2026).
- Braucht man für die Baia degli Infreschi im Cilento eine Reservierung?
Für den Strand gilt ein Kontingent von etwa 67 Personen gleichzeitig mit höchstens einer Stunde Aufenthalt. Ein öffentliches Buchungssystem des Parks fand sich bei Redaktionsschluss nicht; in der Saison regeln die Bootsbetreiber in Marina di Camerota den Ablauf. Vorher im Hafen fragen (Stand: Oktober 2026).
- Bis wann haben die Strandbäder im Cilento geöffnet?
Die Lidos öffnen etwa von Ende Mai bis September, einzelne bis Anfang Oktober. Danach bleiben die Strände frei zugänglich, aber meist ohne Liegen, Duschen und Bars. Gebadet wird bis etwa Mitte Oktober.


