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Reisetipps

Amalfiküste ohne Auto: Bus, Fähre, Taxi und die richtige Basis

Ohne Mietwagen ist die Amalfiküste meist leichter zu bereisen als mit: SITA-Busse fahren ganzjährig, Fähren von Frühjahr bis Herbst, für Randzeiten gibt es Taxis. Wie die drei Verkehrsmittel abschneiden, welche Basis passt, wie das Gepäck die Treppen hinaufkommt und wo die Grenzen liegen.

12 Min. LesezeitAktualisiert am 11. Oktober 2026Fehler gefunden?So arbeiten wir

Die Amalfiküste gehört zu den wenigen Urlaubsregionen Italiens, in denen das Auto mehr Probleme schafft als löst. Die Orte hängen an einer einzigen schmalen Küstenstraße, Parkplätze sind knapp und teuer, und an vielen Tagen der Saison entscheidet die Endziffer des Kennzeichens, ob man überhaupt fahren darf. Ohne Wagen kommt man mit drei Verkehrsmitteln aus: dem SITA-Bus, der Fähre und für Randzeiten dem Taxi. Dieser Beitrag bündelt, was man für die Entscheidung braucht. Linien, Fahrpläne und Tarife im Detail stehen in den Beiträgen zu den SITA-Bussen und den Fähren.

Lohnt sich die Amalfiküste ohne Auto?

Für die meisten Reisen ja, aus zwei Gründen. Erstens ist das Netz dicht: Die SITA-Linie 5120 verbindet Salerno über Vietri, Cetara, Maiori und Minori mit Amalfi, die 5070 führt weiter über Praiano und Positano nach Sorrent, Stichlinien fahren hinauf nach Ravello, Scala und Agerola. Von Frühjahr bis Herbst kommen die Fähren dazu, die alle größeren Küstenorte anlaufen und den Stau auf der SS163 umgehen. Zweitens ist das Auto hier teuer und eingeschränkt: Ein Tag im Parkhaus Luna Rossa in Amalfi kostet bis Anfang November 40 €, in den Garagen von Positano 25 bis 60 €, und auf der SS163 zwischen Vietri sul Mare und Positano gilt im Oktober an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr die Kennzeichen-Regel (targhe alterne), die ab November ruht; dazu kommen kameraüberwachte ZTL-Zonen in fast allen Ortskernen (Stand: Oktober 2026).

Ohne Auto zahlt man mit Zeit und Planung. Busse sind im Sommer voll und verspätet, Fähren fallen bei Seegang aus, und abends endet der Linienverkehr früher, als die Restaurants schließen. Für die Bergdörfer, das Hinterland und vor allem den Cilento bleibt ein Wagen die bessere Lösung, meist genügt dafür aber eine tageweise Miete. Die Abwägung im Einzelnen steht im Beitrag zum Mietwagen. Für die Küste selbst verzichtet man ohne Auto auf wenig.

Bus, Fähre, Taxi: die drei Verkehrsmittel im Vergleich

Die drei Verkehrsmittel ergänzen sich mehr, als dass sie konkurrieren. Der Bus ist billig und fährt ganzjährig, die Fähre ist schneller und planbarer, aber saisonal, das Taxi ist teuer und dafür jederzeit verfügbar. Die Übersicht gilt für die Küste zwischen Salerno und Positano (Stand: Oktober 2026).

SITA-BusFähreTaxi / NCC
PreisSalerno–Amalfi 3,00 €, Amalfi–Ravello 1,60 €; 24-Stunden-Ticket CostieraSita 10 € (12 € mit Ortsbussen Positano)Salerno–Amalfi ca. 12 €, Salerno–Positano 17 € (Travelmar)Pauschalpreis je Fahrzeug, vorab vereinbart; Flughafen Neapel–Amalfi rund 155 €
TaktSalerno–Amalfi tagsüber meist ein bis zwei Busse pro Stunde, Amalfi–Ravello alle 20 bis 30 MinutenIm Hochsommer bis zu 20 Abfahrten am Tag zwischen Salerno und Amalfi, im Herbst deutlich wenigerNach Bedarf, am Taxistand oder vorbestellt
Zuverlässigkeit15 bis 30 Minuten Verspätung sind normal; volle Busse fahren im Sommer an Zwischenhalten durchPünktlich, aber Ausfälle bei Wind und Wellen, oft kurzfristigHoch, steht im Sommer aber im selben Stau wie der Bus
GepäckHandgepäck bis 50 × 30 × 25 cm frei, jedes größere Stück 1,50 € und nur bei Platz im GepäckraumEin Handgepäckstück bis 45 × 35 × 20 cm inklusive, weitere 2 bis 3 € je nach ReedereiKofferraum; bis vor die Tür nur, wo eine Straße hinführt
SaisonGanzjährig, im Winter dünnerVolle Saison April bis Ende Oktober; Travelmar Salerno–Amalfi ganzjährig mit wenigen, wetterabhängigen KursenGanzjährig

SITA-Bus: das Rückgrat

Nur der Bus verbindet alle Küstenorte und die Bergorte das ganze Jahr. Seit dem 1. Oktober 2026 gelten neue Tarife: Salerno–Amalfi kostet 3,00 € statt 2,80 €, Amalfi–Ravello 1,60 €; vorher gekaufte Tickets bleiben bis zum 31. Dezember 2026 gültig. Das CostieraSita für 10 € gilt 24 Stunden ab der ersten Entwertung auf allen SITA-Bussen der Küste. Es rechnet sich ab der fünften Fahrt: Salerno–Amalfi hin und zurück plus Ravello hin und zurück kosten einzeln 9,20 €. Tickets gibt es vorab im Tabacchi, am Kiosk oder in der App UnicoCampania, im Bus nicht. Im Herbstfahrplan fährt der letzte durchgehende Bus von Amalfi nach Salerno um 21 Uhr, in der Gegenrichtung um 21:30 Uhr (Stand: Oktober 2026).

Fähre: schneller und mit Aussicht

Von April bis Oktober ist die Fähre entlang der Küste meist die entspanntere Wahl. Travelmar fährt von der Piazza della Concordia in Salerno in 35 Minuten nach Amalfi und mit Halt dort weiter nach Positano; einzelne Kurse halten in Vietri, Cetara, Maiori und Minori. Dafür kostet die Fähre ein Mehrfaches des Busses, die letzten Rückfahrten liegen am frühen Abend, und bei Wind fallen Abfahrten aus, in Positano und Praiano wegen der offenen Anleger zuerst. Nach Ravello, Scala und Agerola fährt naturgemäß kein Schiff. Die meisten Linien enden Ende Oktober oder Anfang November, NLG 2026 am 3. November (Stand: Oktober 2026).

Taxi und NCC: für Randzeiten und Gepäck

Taxis warten an den Ständen der größeren Orte, NCC-Fahrzeuge (noleggio con conducente, Mietwagen mit Fahrer) werden vorab bestellt. Gefahren wird zu Pauschalpreisen, die man vor der Abfahrt vereinbart. Eine Größenordnung liefert das Tarifblatt der Gemeinde Praiano aus dem Jahr 2023: Praiano–Amalfi 60 € für bis zu vier Personen. In Amalfi müssen die Tarife am Taxistand aushängen. Vom Flughafen Neapel verlangen die Neapolitaner Taxis Fixpreise von rund 145 € nach Positano und 155 € nach Amalfi. Taxis und NCC sind von der Kennzeichen-Regel ausgenommen und dürfen in die ZTL von Positano einfahren. Zu viert und mit Gepäck relativiert sich der Preis, nach dem letzten Bus bleibt oft keine andere Wahl (Stand: Oktober 2026).

Die richtige Basis ohne Auto

Ohne Auto entscheidet die Basis darüber, wie viel Zeit man in Bussen und an Anlegern verbringt. Drei Fragen helfen: Fahren Bus und Fähre von dort in beide Richtungen? Kommt man abends noch zurück? Und wie weit ist es von der Haltestelle bis zur Unterkunft? Die Ortswahl nach Reisetyp und Budget ordnet der Beitrag Wo übernachten.

Salerno: Bahn, Fähre, ganzjährig offen

Salerno ist die verlässlichste Basis ohne Auto. Der Bahnhof liegt am Hochgeschwindigkeitsnetz, zum Fähranleger an der Piazza della Concordia sind es rund zehn Minuten zu Fuß, und die SITA-Busse nach Amalfi starten in Bahnhofsnähe. Paestum, Pompeji und Neapel erreicht man per Zug, unabhängig von Wind und Wellen. In der Stadt reichen die Füße, zum Castello fährt der Stadtbus für 1,40 €. Der Nachteil: Jeder Küstentag beginnt mit 35 Minuten Fähre oder gut einer Stunde Bus, und nach einem Abendessen in Amalfi muss der Bus um 21 Uhr erreicht werden (Stand: Oktober 2026).

Amalfi: der Knotenpunkt

In Amalfi treffen sich alle Linien: Busse nach Salerno, Positano, Sorrent, Ravello und Agerola starten am Busbahnhof direkt am Hafen, daneben legen die Fähren an. Kein anderer Ort bietet ohne Auto so viele Ziele ohne Umstieg, und nach Ravello fährt der Bus bis Mitternacht. Dafür ist Amalfi tagsüber voll und teurer als die Nachbarorte. Im benachbarten Atrani, zehn Gehminuten entfernt, wohnt man ruhiger mit denselben Verbindungen.

Maiori und Minori: flach und gut angebunden

Maiori und Minori passen zu Rollkoffer, Kinderwagen und wenig Lust auf Stufen. Beide liegen in breiten Talmündungen mit ebenen Promenaden, beide haben Fähranleger und liegen an der Buslinie 5120. Die Fähre braucht ab Salerno 30 bis 40 Minuten, ab Amalfi 10 bis 15. Ein Vorteil, den der Fahrplan versteckt: Im Herbstfahrplan enden die Abendkurse ab Amalfi um 21:05 und 21:40 Uhr in Maiori, man kommt also später zurück als nach Salerno. Ab Maiori fährt außerdem die Linie 5010 hinauf nach Tramonti (Stand: Oktober 2026).

Positano: schön, aber mühsam

Positano funktioniert ohne Auto, ist aber die anstrengendste Basis. Die SITA-Busse halten oben an der Straße in Sponda und Chiesa Nuova, dazwischen und zu den oberen Ortsteilen fahren die Ortsbusse von Mobility Amalfi Coast mit eigenem Ticket, 1,30 € im Vorverkauf und 1,80 € an Bord. Zum Strand und zum Anleger führen Treppen. Nach Osten liegt Positano ungünstig: Nach Salerno braucht die Fähre 70 Minuten, der Bus mit Umstieg in Amalfi über zwei Stunden, Paestum und Pompeji werden lange Tage. Gut liegt der Ort für Capri und den Sentiero degli Dei, und abends gehören die Gassen den Übernachtungsgästen (Stand: Oktober 2026).

Sorrent: Bahn nach Neapel, Bus an die Küste

Sorrent liegt auf der Nordseite der Halbinsel, nicht an der Amalfiküste, ist ohne Auto aber gut angebunden. Die Circumvesuviana fährt ab dem 17. Oktober 2026 im 30-Minuten-Takt nach Neapel, rund 75 Minuten; der Komfortzug Campania Express ist seit dem 1. Oktober 2026 ausgesetzt. An die Küste geht es mit der SITA-Linie 5070, nach Positano in etwa einer Stunde, nach Amalfi in gut 1:40 Stunden; Richtung Amalfi fährt der letzte Bus im Herbstfahrplan um 19:50 Uhr. Sorrent passt zu einer Reise mit Pompeji, Neapel, Capri und Positano, weniger zu Amalfi, Ravello und dem Ostteil der Küste (Stand: Oktober 2026).

Faustregel für die Basis
Mit Bahnanreise und vielen Ausflügen Salerno, für kurze Wege an der Küste Amalfi oder Atrani, mit Rollkoffer oder Kindern Maiori und Minori, für Pompeji und Capri Sorrent. Positano lohnt ohne Auto vor allem mit leichtem Gepäck und wenigen Ausflugsplänen.

Gepäck und Treppen

Ohne Auto wird das Gepäck zur eigentlichen Frage, weniger im Bus als auf den letzten Metern. Im SITA-Bus fährt Handgepäck bis 50 × 30 × 25 cm kostenlos mit. Jeder größere Koffer braucht ein Gepäckticket für 1,50 €, erhältlich an denselben Verkaufsstellen wie die Fahrscheine, und kommt in den Gepäckraum, sofern dort Platz ist; an Sommertagen ist er schnell voll, und für Diebstahl haftet SITA nicht. Auf den Fähren ist ein Handgepäckstück bis 45 × 35 × 20 cm im Preis enthalten, jedes weitere kostet je nach Reederei 2 bis 3 €, bei Travelmar 3 € (Stand: Oktober 2026).

Schwieriger sind die Treppen. In Positano, Praiano und Atrani liegen viele Unterkünfte an Treppengassen ohne Zufahrt, und auch in Amalfi sind die Zimmer oberhalb der Hauptgasse oft nur über Stufen erreichbar. In Positano warten am Anleger und an der Straße Gepäckträger (facchini), die 15 bis 20 € pro Stück nehmen und Bargeld erwarten; viele Hotels organisieren den Transport für ihre Gäste (Stand: Oktober 2026). Beim Buchen lohnen drei Fragen: Wie viele Stufen liegen zwischen Haltestelle oder Anleger und Unterkunft? Gibt es einen Gepäckservice? Kann ein Taxi bis vor die Tür fahren? In Maiori, Minori und Salerno stellt sich das Problem kaum, dort rollen Koffer über ebene Promenaden.

Am meisten hilft leichtes Gepäck: ein weicher Trolley oder Reiserucksack, den man eine Viertelstunde lang über Stufen tragen kann. Für den Wechsel zwischen zwei Unterkünften ist die Fähre oft bequemer als der Bus, weil das Gedränge an den Zwischenhalten entfällt. Was sonst ins Gepäck gehört, steht in der Packliste.

Anreise ohne Auto

Der Weg ohne Auto führt fast immer über Salerno. Aus Rom fahren Frecciarossa und Italo in 1:25 bis 1:50 Stunden direkt dorthin, aus Neapel brauchen Regionalzüge 35 bis 45 Minuten ab rund 5 €, die schnellen Züge etwa 35 Minuten. Vom Flughafen Neapel-Capodichino fährt der Alibus für 5 € zum Hauptbahnhof. Bei einer Landung am Abend ist eine erste Nacht in Salerno meist entspannter als die Jagd nach dem letzten Bus (Stand: Oktober 2026).

Der Flughafen Salerno-Costa d'Amalfi in Pontecagnano hat nur wenige Routen. Vom Terminal fährt der Shuttle Salerno Airlink in 30 bis 40 Minuten zum Bahnhof Salerno, 8 € inklusive eines Gepäckstücks, jedes weitere 5 €; die direkte SITA-Linie vom Flughafen nach Amalfi verkehrte 2026 nur vom 1. Juli bis 6. September. Wichtig für den November: Neapel-Capodichino ist vom 1. bis 30. November 2026 wegen der Sanierung der Piste geschlossen, Flüge werden unter anderem nach Salerno verlegt. Im Ticket steht dann QSR statt NAP, und der Weg an die Küste wird kürzer (Stand: Oktober 2026).

Für Quartiere in Positano oder Praiano bietet sich der Weg über Neapel und Sorrent an: Circumvesuviana ab Napoli Garibaldi, dann SITA-Bus 5070. Bis Anfang November fahren zudem Schnellfähren vom Molo Beverello in Neapel direkt nach Positano und Amalfi, NLG 2026 bis zum 3. November, ab rund 30 € pro Strecke. Alle Varianten mit Zeiten und Preisen stehen im Beitrag zur Anreise.

Tagesausflüge ohne Auto

Ravello

Ravello erreicht man von Amalfi mit der SITA-Linie 5110 in planmäßig 25 Minuten für 1,60 €, im Herbstfahrplan etwa alle 20 bis 30 Minuten und bis Mitternacht, talwärts bis 23:30 Uhr. Zurück lohnt bei trockenem Wetter der alte Treppenweg hinunter nach Atrani, rund 45 Minuten bergab. Vor der Fahrt die Hinweise (Avvisi) auf der Seite von SITA prüfen (Stand: Oktober 2026).

Pompeji

Nach Pompeji fährt von Salerno der Regionalzug in rund 40 Minuten, vom Bahnhof Pompei sind es 10 bis 15 Minuten zu Fuß zum Eingang an der Piazza Anfiteatro. Ab Sorrent hält die Circumvesuviana in Pompei Scavi. Ab dem 15. Oktober gelten Winterzeiten mit letztem Einlass um 15:30 Uhr und Schluss um 17 Uhr; früh losfahren lohnt sich (Stand: Oktober 2026).

Capri

Auf Capri kommt ohnehin jeder per Schiff. Von Amalfi braucht die Fähre rund 50 Minuten für 23 bis 30 €, von Positano 30 bis 40 Minuten für 24 €; dazu kommt der Landebeitrag der Gemeinde von 5 € pro Person von April bis Oktober, 2,50 € von November bis März. Ab Salerno sind es rund zwei Stunden pro Strecke, was nur einen kurzen Inseltag lässt. Die Verbindungen ab Positano laufen 2026 bis zum 3. November; im vergangenen Winter blieben nur einzelne Fahrten ab Amalfi (Stand: Oktober 2026).

Paestum

Die Tempel von Paestum sind der einfachste Ausflug ab Salerno: Regionalzug in 30 bis 40 Minuten für 3,40 €, vom Bahnhof Paestum rund zehn Minuten zu Fuß zur Ausgrabung. Das Ticket für Gelände und Museum kostet 15 €, von Dezember bis Februar 10 €. Von Amalfi aus kommen Fähre oder Bus nach Salerno dazu, hin und zurück also rund drei Stunden Fahrt; ab Positano ist das zu weit (Stand: Oktober 2026).

Wo es ohne Auto schwierig wird

Bergdörfer am Abend

Die Bergorte sind mit dem Bus erreichbar, aber dünn angebunden. Nach Agerola fährt der letzte Bus ab Amalfi im Herbstfahrplan um 22 Uhr, nach Tramonti führt die Linie 5010 ab Maiori mit wenigen Fahrten, Scala bedient die Ravello-Linie mit. Ein Abendessen am Meer mit Quartier oben in Agerola oder Tramonti endet dagegen oft im Taxi. Bei Unterkünften im Hinterland vorher den letzten Bus des Tages prüfen, die Abendkurse wechseln saisonal (Stand: Oktober 2026).

Cilento

Südlich von Salerno kehrt sich die Lage um. Die Bahn folgt der Küste bis Sapri und hält in Paestum, Agropoli und einigen Orten weiter südlich, doch Dörfer und Strände liegen weit auseinander, und Busse fahren selten. Der Metrò del Mare, das saisonale Fährnetz nach Agropoli, Castellabate, Acciaroli und Palinuro, fährt nur im Sommer; die Saison 2026 ist beendet. Für den Cilento ist ein Mietwagen deshalb die realistische Lösung, am besten in Salerno übernommen, nach den Küstentagen ohne Auto.

Herbst und Winter

Bis zum 1. November gilt der SITA-Herbstfahrplan, danach ein Winterfahrplan, der bei Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht war; erfahrungsgemäß bleibt tagsüber auf den Hauptstrecken etwa ein Bus pro Stunde. Die meisten Fährlinien enden Ende Oktober oder Anfang November. Travelmar führt Salerno–Amalfi laut eigenem Fahrplan ganzjährig, im Winter aber mit wenigen Kursen, die bei Wind und Wellen ausfallen; die Winterfahrpläne 2026/27 stehen noch aus. Im Winter sind Bus und Bahn das Verkehrsmittel, die Fähre ist ein Bonus (Stand: Oktober 2026).

Auch die Basis verschiebt sich. Positano ist von November bis März weitgehend geschlossen, Amalfi bleibt bis zum Dreikönigstag belebt, Maiori und Minori haben mehr ganzjährig geöffnete Betriebe. Salerno lebt das ganze Jahr, die Bahn fährt bei jedem Wetter, und mit den Luci d'Artista gibt es ein großes Winterereignis; der offizielle Termin für 2026/27 steht noch aus, der Start wird Anfang November erwartet. Ein Nebeneffekt: Die Kurtaxe entfällt in Positano und Ravello ab 1. November, in Amalfi ab 3. November. Mehr dazu im Beitrag Herbst und Winter.

Den letzten Bus nicht als Rückfahrt einplanen
Fährt der letzte Bus des Abends voll durch oder fällt er aus, bleibt nur das Taxi. Einen Kurs Puffer einplanen und die Abfahrtszeit am selben Tag am Aushang oder in der Unterkunft gegenprüfen, denn die Abendkurse wechseln mit jedem Saisonfahrplan.

Typische Fehler

  • Das Ticket im Bus kaufen wollen. Der Fahrer verkauft keine Fahrscheine, und in kleinen Orten ist der Tabacchi mittags und sonntags oft zu. Einen Vorrat kaufen oder die App nutzen.
  • Mit großem Koffer zur Stoßzeit in den Bus. Im Sommer zwischen 9 und 11 Uhr Richtung Amalfi und zwischen 16 und 19 Uhr zurück ist der Gepäckraum oft voll. Für Umzüge die Fähre oder einen frühen Bus nehmen.
  • Den Tag auf die letzte Fähre bauen. Sie fällt bei Seegang als erste aus, und der Bus danach ist überfüllt.
  • Die Stufen nicht erfragen. Meerblick heißt fast immer Hanglage, und mit Koffer zählt jede Treppe.
  • Im November über Neapel planen. Capodichino ist vom 1. bis 30. November 2026 geschlossen; den Zielflughafen im Ticket prüfen.

Einen durchgeplanten Ablauf ohne Auto mit Uhrzeiten und Kosten zeigt der Beitrag 3 Tage Amalfiküste.

Häufige Fragen zur Amalfiküste ohne Auto

Welcher Ort eignet sich als Basis für die Amalfiküste ohne Auto?

Salerno für Bahnanreise und Ausflüge nach Paestum, Pompeji und Neapel, Amalfi als Knotenpunkt mit Bus und Fähre in alle Richtungen, Maiori und Minori für ebene Wege und Rollkoffer. Positano geht auch ohne Auto, bedeutet aber Treppen und lange Wege nach Osten.

Was kostet ein Tag an der Amalfiküste ohne Auto?

Mit dem Bus wenig: Salerno–Amalfi kostet 3,00 € pro Strecke, Amalfi–Ravello 1,60 €, das 24-Stunden-Ticket CostieraSita 10 €. Mit der Fähre nach Amalfi (2 × 12 €) und dem Bus nach Ravello hin und zurück sind es 27,20 € pro Person. Ein Taxi kostet je Strecke schnell ein Vielfaches (Stand: Oktober 2026).

Wie kommt das Gepäck ohne Auto zur Unterkunft an der Amalfiküste?

Im SITA-Bus mit Gepäckticket für 1,50 € im Gepäckraum, sofern Platz ist; auf der Fähre ist ein Handgepäckstück frei, weitere kosten 2 bis 3 €. Für die letzten Meter über Treppen gibt es in Positano Gepäckträger für 15 bis 20 € pro Stück, viele Hotels organisieren das. Taxis dürfen in die Ortskerne fahren, soweit eine Straße hinführt (Stand: Oktober 2026).

Bis wann kommt man an der Amalfiküste ohne Auto abends zurück?

Im Herbstfahrplan bis 1. November 2026: Amalfi–Salerno zuletzt um 21 Uhr durchgehend, spätere Kurse um 21:05 und 21:40 Uhr enden in Maiori; Sorrent–Amalfi zuletzt 19:50 Uhr, Positano (Sponda)–Amalfi 20:35 Uhr, Ravello–Amalfi bis 23:30 Uhr, Amalfi–Agerola 22 Uhr. Die Fähren fahren nur bis zum frühen Abend. Danach bleibt das Taxi; der Winterfahrplan ist noch nicht veröffentlicht (Stand: Oktober 2026).

Wie reist man im November 2026 ohne Auto an die Amalfiküste?

Neapel-Capodichino ist vom 1. bis 30. November 2026 geschlossen, Flüge werden unter anderem nach Salerno verlegt. Von dort fährt der Airlink für 8 € zum Bahnhof Salerno, alternativ geht es per Bahn über Rom. Die meisten Fähren pausieren dann, an die Küste bringt einen der SITA-Bus; Travelmar fährt Salerno–Amalfi nur mit wenigen, wetterabhängigen Kursen.