Amalfiküste und Wohnmobil passen schlecht zusammen, und das ist keine Frage des Geschmacks, sondern der Rechtslage. Auf der Strada Statale 163 zwischen Positano und Vietri sul Mare dürfen Wohnmobile, Wohnwagen und Gespanne seit 2020 tagsüber nicht fahren, und zwar das ganze Jahr. Dazu kommen Bergstraßen mit neuem Gewichtslimit und Ortskerne, in denen schon ein Kleinwagen kaum Platz findet. Eine Reise mit dem eigenen Fahrzeug in die Region scheitert daran trotzdem nicht. Sie folgt einem einfachen Muster: Das Wohnmobil steht in Salerno, auf der Sorrent-Halbinsel oder im Cilento, und an die Küste geht es mit Bus und Fähre. Dieser Beitrag erklärt die Verbote nach ihrem Wortlaut, nennt Standorte mit Anschluss an den Nahverkehr und ordnet die Camping-Saison im Cilento ein. Für Reisen mit dem Pkw gilt der Beitrag zum Mietwagen.
Das Fahrverbot auf der SS163
Was die Verordnung regelt
Rechtsgrundlage ist die ANAS-Verordnung 340/2019 vom 27. September 2019. Sie übernimmt für die Abschnitte zwischen den Ortschaften, was die Gemeinden Positano, Praiano, Amalfi, Atrani, Ravello, Cetara und Vietri sul Mare im Sommer 2019 für ihre Ortsdurchfahrten beschlossen hatten, und gilt seit dem 1. April 2020. Der Kernsatz für Camper steht wortgleich in beiden Texten: Wohnmobile und Wohnwagen dürfen die SS163 im ganzen Kalenderjahr in beiden Richtungen zwischen 6:30 und 24 Uhr nicht befahren, unabhängig von ihren Maßen. Dasselbe gilt für Pkw, die einen Wohnwagen oder Anhänger ziehen. Betroffen ist die Küstenstraße von Positano bis zur Abzweigung Raito bei Vietri sul Mare. Ausnahmen für Urlauber, Campinggäste oder kurze Fahrzeuge kennt der Text nicht; ein ausgebauter Kastenwagen fällt ebenso darunter wie ein großes Reisemobil.
Unabhängig von der Uhrzeit enthält die Verordnung Maßgrenzen. Über 10,36 Meter Länge, 2,55 Meter Breite oder 4 Meter Höhe ist die Strecke in beiden Richtungen gesperrt. Fahrzeuge, die breiter als 2,10 Meter oder länger als 6 Meter sind, dürfen sie nur in Richtung Positano–Vietri sul Mare befahren. Die Stunden nach Mitternacht sind deshalb keine Lücke, die sich einplanen lässt: Die meisten Wohnmobile liegen über diesen Maßen, und die Straße ist auch nachts eng, kurvig und nach Regen anfällig für Steinschlag und Baustellenampeln.
Kontrollen und Folgen
Die Ortspolizei kontrolliert an den Ortseingängen und hält Camper regelmäßig an. Ein Verstoß wird nach der italienischen Straßenverkehrsordnung als Missachtung eines Fahrverbots geahndet, das Bußgeld ist an Ort und Stelle fällig, und das Fahrzeug muss zurück. Weil ein Wohnmobil auf der SS163 an vielen Stellen nicht wenden kann, wird es meist über die Bergstraße nach Agerola aus dem Küstenabschnitt hinausgeschickt. Eine feste Bußgeldhöhe nennt die Verordnung selbst nicht; sie richtet sich nach dem jeweils geltenden Rahmen der Straßenverkehrsordnung. Teurer als die Strafe ist ohnehin der verlorene Tag. Die Kennzeichen-Regel targhe alterne spielt für Wohnmobile keine Rolle, weil sie tagsüber ohnehin nicht fahren dürfen (Stand: Oktober 2026).
Bergstraßen: Agerolina, Chiunzi und das 5-Tonnen-Limit
Abseits der Küste lassen sich drei Bergziele erreichen, ohne die SS163 zu berühren: Agerola von Gragnano und Castellammare di Stabia aus, Tramonti von der Autobahnausfahrt Angri über den Valico di Chiunzi und von dort über die SR 373 auch Ravello und Scala. Hinunter zum Meer führen alle diese Straßen wieder auf die Küstenstraße: die Agerolina (SR 366) bei Amalfi, die SR 373 bei Castiglione unterhalb von Ravello, die Straße über den Chiunzi-Pass in Maiori. Für ein Wohnmobil endet die Fahrt also oben.
Seit Juli 2026 gilt auf der Agerolina zwischen Amalfi und Agerola und auf der SR 373 nach Ravello zusätzlich ein Verbot für Fahrzeuge über 5 Tonnen. Die Provinz Salerno erließ es am 6. Juli 2026, weil die Leitplanken nach dem Busunglück von Ravello im Mai 2023 als nicht normgerecht gelten. Seit dem 27. Juli gilt eine abgeschwächte Fassung (Ordinanza 649): Das 5-Tonnen-Verbot bleibt, Linienbusse bis zu bestimmten Längen dürfen wieder fahren, in den Kehren gilt Tempo 10. Die Provinz wollte die Regelung bis zum 30. September 2026 beobachten und dann bestätigen, lockern oder verschärfen; eine Entscheidung war Anfang Oktober noch nicht veröffentlicht (Stand: Oktober 2026).
Für die meisten Wohnmobile bis 3,5 Tonnen ändert das Limit wenig. Schwere Reisemobile dagegen dürfen beide Straßen bis auf Weiteres nicht befahren, und damit ist für sie auch der Rückweg über Agerola versperrt, auf den die Polizei Camper von der Küste schickt. Kleinere Fahrzeuge sollten die Bergstraßen nur mit festem Ziel nehmen. Die Kehren sind eng, Linienbusse brauchen die ganze Fahrbahn, und oben gibt es kaum Flächen, auf denen ein Wohnmobil wenden oder länger stehen kann. Ravello hat einen kameraüberwachten, autofreien Ortskern, und der kostenlose Parkplatz am Startpunkt des Götterwegs in Bomerano ist an Wanderwochenenden schon vormittags voll; die Lage Ort für Ort beschreibt der Beitrag zum Parken.
Wohnmobil abstellen, Küste mit Bus und Fähre
Praktikabel ist ein fester Standort außerhalb des Verbotsabschnitts, von dem aus man die Küste in Tagesausflügen erkundet. Drei Orte bieten sich an, dazu Agerola für Wanderer.
Salerno: Fähre und Bus vor der Tür
Für Ausflüge an die Küste liegt Salerno am günstigsten. Die Stadt erreicht man über die Autobahnen A3 und A2, ohne die SS163 zu berühren. Vom Anleger an der Piazza della Concordia fährt die Travelmar-Fähre in 35 Minuten für rund 12 € nach Amalfi und für 17 € weiter nach Positano. Der SITA-Bus nach Amalfi braucht rund 75 Minuten und kostet seit dem 1. Oktober 2026 3,00 € statt 2,80 €; vorher gekaufte Tickets gelten bis zum 31. Dezember 2026. Das 24-Stunden-Ticket CostieraSita kostet 10 €, mit den Ortsbussen von Positano 12 €, ein großes Gepäckstück im Bus 1,50 €. Die städtische Parkgesellschaft Salerno Mobilità führt einen Bereich für Wohnmobile am Lungomare Marconi an der Piazza d'Armi, laut ihrer Seite rund um die Uhr nutzbar und auf Wunsch mit Wasser- und Stromanschluss. Die dort genannten Tarife stammen aus einer älteren Fassung der Seite; Preise und Betrieb deshalb vorab telefonisch bestätigen lassen. In die Innenstadt fährt der Stadtbus für 1,40 € (Stand: Oktober 2026).
Sorrent: Busse nach Positano und Amalfi
Auf der Westseite ist Sorrent der Ausgangspunkt. Die Stadt erreicht man von der A3 über Castellammare di Stabia und die Straße an der Nordseite der Halbinsel, also ebenfalls ohne die Amalfitana. An der Via Capo westlich des Zentrums liegen zwei Campingplätze, die Wohnmobile aufnehmen. Nube d'Argento liegt nach eigenen Angaben weniger als einen Kilometer von der Piazza Tasso entfernt; die Preisliste 2026 nennt für den Wohnmobilstellplatz 16 bis 19 € pro Nacht je nach Saison, zuzüglich Personenpreis, und enthält Tarife für Neujahr, Ostern und die Sommermonate. Santa Fortunata, rund zwei Kilometer vom Zentrum, bietet in der Neben- und Mittelsaison einen Kurztarif für Wohnmobile: höchstens zwei Nächte, mit Strom und Ver- und Entsorgung, Stellplatz ohne Reservierung bei Ankunft. Genaue Öffnungs- und Schließzeiten nennen beide Betreiber auf ihren Seiten nicht, deshalb vor der Anreise nachfragen. Die Kurtaxe beträgt auf beiden Plätzen 1,50 € pro Person und Nacht (Stand: Oktober 2026).
Vom Bahnhof Sorrent fährt die SITA-Linie 5070 über Positano nach Amalfi, bis Positano in 50 bis 60 Minuten, bis Amalfi in gut einer Stunde und 40 Minuten. Im Herbstfahrplan, der bis zum 1. November 2026 gilt, fährt der letzte Bus von Sorrent Richtung Amalfi um 19:50 Uhr, von Positano (Sponda) nach Amalfi um 20:35 Uhr, zurück ab Amalfi nach Sorrent um 21:30 Uhr; der Winterfahrplan ist noch nicht veröffentlicht. Bis Anfang November verkehren außerdem Fähren von Sorrent nach Positano und Amalfi, die NLG-Linien 2026 bis zum 3. November. Nach Pompeji und Neapel fährt ab dem 17. Oktober 2026 die Circumvesuviana im 30-Minuten-Takt (Stand: Oktober 2026).
Agerola: oben bleiben
Für Wanderer ist Agerola auf der Hochebene über der Küste eine Option. Von Gragnano aus kommt man ohne die Küstenstraße hinauf, die Strecke ist allerdings kurvig und für große Fahrzeuge keine Empfehlung. Im Ortsteil Bomerano beginnt der Sentiero degli Dei, und die SITA-Linie 5080 verbindet Agerola mit Amalfi; bis Bomerano sind es rund 40 Minuten, der letzte Bus ab Amalfi fährt im Herbstfahrplan um 22 Uhr. Im Ort gibt es einen kleinen Campingplatz mit Hostel. Öffnung und zulässige Fahrzeuglänge vorab telefonisch klären (Stand: Oktober 2026).
Die Standorte im Vergleich
| Standort | Anfahrt ohne SS163 | Weiter an die Küste | Letzte Rückfahrt (Herbstfahrplan) |
|---|---|---|---|
| Salerno | A3 oder A2 | Fähre nach Amalfi 35 Min., ca. 12 €; SITA-Bus rund 75 Min., 3,00 € | Bus ab Amalfi 21:00 Uhr, Fähre ab Amalfi 19:10 Uhr |
| Sorrent | A3 bis Castellammare, dann Nordseite der Halbinsel | SITA 5070 nach Positano 50–60 Min., nach Amalfi gut 1 Std. 40; Fähren bis Anfang November | Bus ab Amalfi 21:30 Uhr |
| Agerola | von Gragnano | SITA 5080 nach Amalfi; Sentiero degli Dei ab Bomerano | Bus ab Amalfi 22:00 Uhr |
| Paestum | A2 und SS18 | Regionalzug nach Salerno 30–40 Min., dann Fähre oder Bus | Anschlusszug ab Salerno prüfen |
Die Fährzeiten nennt Travelmar im Fahrplan seit dem 7. September; nach dem 1. November gelten für Bus und Schiff Winterfahrpläne, die bei Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht waren. Travelmar fährt Salerno–Amalfi laut Betreiber ganzjährig, im Winter aber mit wenigen, wetterabhängigen Abfahrten; die meisten anderen Fährlinien enden Ende Oktober oder Anfang November (Stand: Oktober 2026).
Camping im Cilento: Paestum bis Marina di Camerota
Südlich von Salerno kehren sich die Verhältnisse um. Im Cilento ist das eigene Fahrzeug kein Problem, sondern südlich von Acciaroli außerhalb des Sommers praktisch Voraussetzung, und Campingplätze gehören zum Landschaftsbild: Hinter den Sandstränden zwischen Sele-Mündung und Golf von Policastro liegen sie unter Pinien und Olivenbäumen, viele mit direktem Strandzugang. Von Salerno fährt man über die mautfreie A2 und die SS18; bis Paestum dauert es knapp eine Stunde, bis Palinuro gut zwei, bis Marina di Camerota zwei bis zweieinhalb Stunden.
- Paestum: In den Strandsiedlungen Laura, Licinella und Torre di Paestum liegen rund zwei Dutzend Campingplätze im Pinienwald. Vom Bahnhof Paestum sind es zu Fuß etwa 30 Minuten, der Regionalzug nach Salerno braucht 30 bis 40 Minuten. Von dort ist die Amalfiküste auch ohne Auto als Tagesausflug machbar.
- Agropoli: Die Stadt mit rund 21.000 Einwohnern hat einen Bahnhof an der Hauptlinie und lebt ganzjährig; gut zum Einkaufen und als Zwischenstation.
- Palinuro: Hinter den Stränden der Saline und der Dune reihen sich große Campingplätze und Ferienanlagen unter Pinien. Strandbäder und die meisten Restaurants arbeiten zwischen Mai und September, Bootstouren je nach Wetter bis in den Oktober.
- Marina di Camerota: die größte Camping-Destination Kampaniens, mit Plätzen unter alten Olivenbäumen entlang der Küstenstraße Richtung Palinuro und an den Sandstränden der Mingardo-Mündung. Das Publikum ist im Hochsommer fast durchweg italienisch.
Die Saison ist kurz. Im Mai und Oktober hat nur ein Teil der Plätze geöffnet, von Oktober bis Mai ist das Angebot in Paestum wie weiter südlich dünn. Im Juli und August verkaufen viele Betriebe nur Wochenpauschalen mit Anreise am Samstag, und um Ferragosto am 15. August ist die Küste am vollsten. Für eine Rundreise mit wechselnden Plätzen sind Juni und September die besten Monate. Konkrete Plätze nennt dieser Beitrag bewusst nicht, weil viele Betreiber ihre Öffnungsdaten erst kurz vor Saisonbeginn veröffentlichen; die Termine für 2027 stehen noch aus. Für das Jahr 2026 ist die Badesaison im Cilento vorbei, die Sommerbusse und das Metrò del Mare fahren nicht mehr. Was die Region außerhalb der Saison bietet, steht im Beitrag zu Herbst und Winter (Stand: Oktober 2026).
Freistehen, Parken und Entsorgung
Was in Italien erlaubt ist
Die italienische Straßenverkehrsordnung unterscheidet zwischen Parken und Campen. Nach Artikel 185 gilt ein Wohnmobil, das dort steht, wo Parken erlaubt ist, nicht als campend, solange es nur mit den Rädern den Boden berührt, außer den Motorabgasen nichts abgibt und nicht mehr Fläche belegt als seine eigenen Maße. Ausgefahrene Markise, Stühle und Tisch neben dem Fahrzeug oder abgesenkte Stützen machen aus dem Parken ein Campen, und das ist außerhalb von Campingplätzen und dafür ausgewiesenen Flächen in der Regel untersagt. Zugleich gelten für Wohnmobile dieselben Fahr- und Parkverbote wie für andere Fahrzeuge: Gemeinden können das Abstellen per Schild einschränken, und solche Verbote gelten auch nachts. Auf gebührenpflichtigen Parkplätzen zahlen Wohnmobile nach demselben Artikel 50 Prozent mehr als Pkw.
An der Amalfiküste stellt sich die Frage nicht, weil das Fahrzeug dort tagsüber gar nicht hinkommt. Im Cilento und auf der Sorrent-Halbinsel entscheidet die Beschilderung vor Ort. Plätze zum Freistehen empfiehlt dieser Beitrag nicht; eine ausgewiesene Stellfläche ist auch außerhalb der Saison die verlässlichere Wahl.
Ver- und Entsorgung
Grau- und Schwarzwasser dürfen in Italien nur an dafür vorgesehenen Anlagen abgelassen werden. Entleeren auf Straßen oder öffentlichen Flächen kostet nach Artikel 185 zwischen 87 und 344 €. Auf der Sorrent-Halbinsel bieten die Campingplätze Ver- und Entsorgung für ihre Gäste an, Santa Fortunata auch im Kurztarif; in Salerno lässt sich auf dem Wohnmobilbereich Wasser zubuchen. Im Cilento fragt man auf den Campingplätzen. Tanks leeren und Frischwasser nachfüllen am besten bei jedem Platzwechsel, nicht erst, wenn es knapp wird: Außerhalb der Saison sind viele Plätze geschlossen und mit ihnen die Stationen. Beim Tanken hilft ein Blick auf die Uhr. Tankstellen abseits der Autobahn schließen häufig zwischen 12:30 und 15:30 Uhr und sonntags, dann läuft nur der Automat; Selbsttanken (fai da te) ist günstiger als Bedienung (Stand: Oktober 2026).
Mit Hund
Hunde können bei den Ausflügen an die Küste mit. Im SITA-Bus fahren kleine Hunde mit Maulkorb und Leine kostenlos, große brauchen ein eigenes Ticket. Auf den Fähren kosten Hunde einen Aufpreis von etwa 5 €; Maulkorb und Leine sind Pflicht, und Tiere dürfen nur auf die Außendecks. Kleintiere reisen in der Transportbox. Für Hunde ist die kurze Überfahrt Salerno–Amalfi meist angenehmer als 75 Minuten Kurven im vollen Bus, solange die See ruhig ist. Ob Hunde auf dem Campingplatz und am Strand erlaubt sind, regelt jeder Betreiber selbst, deshalb vor der Buchung fragen. Im abgestellten Wohnmobil heizt es sich auch im Oktober in der Sonne schnell auf (Stand: Oktober 2026).
Typische Fehler
- Das Verbot für eine Sommerregel halten. Die Kennzeichen-Regel für Pkw gilt 2026 im Oktober nur an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr und ruht ab November. Das Verbot für Wohnmobile, Wohnwagen und Gespanne gilt dagegen laut Verordnung das ganze Kalenderjahr.
- Kurz bis Positano fahren wollen. Auch ein einzelner Ortsabschnitt ist gesperrt, und Wenden ist auf der SS163 an vielen Stellen unmöglich.
- Auf die Nacht setzen. Zwischen Mitternacht und 6:30 Uhr greift zwar das Camper-Verbot nicht, die Maßgrenzen gelten aber rund um die Uhr. Die meisten Wohnmobile dürfen dann nur in eine Richtung fahren.
- Über die Bergstraße ans Meer wollen. Agerolina, SR 373 und Chiunzi-Straße enden unten wieder auf der SS163. Über 5 Tonnen sind Agerolina und SR 373 derzeit ganz tabu.
- Den Rückweg nicht planen. Der letzte durchgehende Bus von Amalfi nach Salerno fährt im Herbstfahrplan um 21 Uhr; die Kurse um 21:05 und 21:40 Uhr enden in Maiori. Die letzte Fähre ist früher weg.
- Im Herbst auf gut Glück ins Cilento. Ab Oktober hat ein großer Teil der Campingplätze geschlossen. Vor der Fahrt anrufen, nicht erst am Tor.
Mehr zu Kurtaxe, Bargeld und Trinkgeld steht im Beitrag Geld und Trinkgeld.
Häufige Fragen zur Amalfiküste mit dem Wohnmobil
- Gilt das Fahrverbot für Wohnmobile an der Amalfiküste auch im Winter?
Ja. Laut ANAS-Verordnung 340/2019 und den Verordnungen der Küstengemeinden gilt es seit April 2020 im ganzen Kalenderjahr, täglich von 6:30 bis 24 Uhr und in beiden Richtungen, auf der SS163 zwischen Positano und Vietri sul Mare. Es betrifft Wohnmobile und Wohnwagen jeder Größe sowie Pkw mit Anhänger. Anders als die Kennzeichen-Regel für Pkw ruht es im Winter nicht (Stand: Oktober 2026).
- Welche Standorte eignen sich mit dem Wohnmobil als Basis für die Amalfiküste?
Salerno und Sorrent. Salerno hat einen Wohnmobilbereich der städtischen Parkgesellschaft am Lungomare Marconi und ist per Fähre in 35 Minuten mit Amalfi verbunden. An der Via Capo in Sorrent nehmen zwei Campingplätze Wohnmobile auf, von dort fährt die SITA-Linie 5070 nach Positano und Amalfi. Für Wanderer kommt Agerola infrage, für Kombinationen mit Paestum die Campingplätze dort mit Bahnanschluss nach Salerno.
- Ist Freistehen mit dem Wohnmobil in Kampanien erlaubt?
Parken ja, Campen nein. Wo Parken erlaubt ist, darf ein Wohnmobil stehen, solange es nur auf den Rädern steht, nichts abgibt und nicht mehr Fläche belegt als seine Maße. Markise, Stühle oder Stützen machen daraus Campen, das außerhalb von Campingplätzen und ausgewiesenen Flächen in der Regel untersagt ist. Gemeinden können das Abstellen von Wohnmobilen per Schild ganz verbieten.
- Wann haben die Campingplätze im Cilento geöffnet?
Im Kern von Juni bis September. Im Mai und Oktober hat nur ein Teil der Plätze in Paestum, Palinuro und Marina di Camerota geöffnet, im Winter ist das Angebot dünn. Im Juli und August verkaufen viele Betriebe nur Wochenpauschalen mit Anreise am Samstag. Die Öffnungsdaten veröffentlichen die Betreiber oft erst kurz vor der Saison, deshalb vorher anfragen (Stand: Oktober 2026).
- Kommt man mit dem Wohnmobil nach Agerola oder Ravello?
Von der Binnenseite grundsätzlich ja, nach Agerola über Gragnano, nach Ravello über Tramonti und den Valico di Chiunzi. Die Straßen sind aber eng und kurvig, und seit Juli 2026 sind die Agerolina und die SR 373 für Fahrzeuge über 5 Tonnen gesperrt. Ravello hat einen autofreien Ortskern, und Stellflächen für Wohnmobile sind oben knapp. Hinunter zur Küste führen beide Straßen wieder auf die gesperrte SS163 (Stand: Oktober 2026).


